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Der Kapitän bleibt an Bord

Miesbach - Fast hätte Florian Leitner nicht mehr beim Eishockey-Bayernligisten TEV Miesbach spielen können, doch sein Arbeitgeber hat Ersatz gefunden für den Verteidiger-Routinier.

Volle Konzentration: In der Zwischenrunde kann der TEV nicht auf die Routine von Florian Leitner verzichten. Foto: tp

Volle Konzentration: In der Zwischenrunde kann der TEV nicht auf die Routine von Florian Leitner verzichten. Foto: tp

Wenn Eishockey-Bayernligist TEV Miesbach am Sonntag (18 Uhr) den ERC Sonthofen zum ersten Zwischenrunden-Heimspiel empfängt wird Kapitän Florian Leitner auflaufen. Was auf den ersten Blick wie eine Null-Meldung klingt, hat durchaus Nachrichtenwert. Denn bis Donnerstagabend war unklar, ob der 37-Jährige Routinier überhaupt noch einmal für die Rot-Weißen spielen kann.

Seit einigen Monaten ist der TEV-Verteidiger bei den Stadtwerken Bad Tölz als Eismeister angestellt. Diesen Part teilen sich in der Tölzer Hacker-Pschorr Arena eigentlich vier Angestellte, schließlich gilt es zwei Eisflächen zu pflegen. Durch zwei langfristige gesundheitliche Ausfälle musste Leitner allerdings bereits am vergangenen Sonntag arbeiten und konnte deshalb nicht mit zur letzten Vorrundenpartie nach Schongau reisen. Selbiges drohte auch an diesem Wochenende. „Florian Leitner hat aber jemanden gefunden, der für ihn einspringt, deshalb kann er spielen“, freut sich der Sportliche Leiter Stefan Moser.

Kollegenhilfe war es also, der es der TEV zu verdanken hat, dass der Kapitän mitwirken kann. Einer der Bademeister wurde für einen Monat ins Eisstadion versetzt. „Dem bringen wir jetzt schnell das Fahren mit der Eismaschine bei und dann läuft das“, meint Leitner, der dennoch nur noch ein- bis zweimal pro Woche mit der Mannschaft trainieren kann. „Da ich aber Spätschicht habe, kann ich vormittags mit der Ersten Mannschaft der Tölzer aufs Eis gehen.“ Auch keine schlechte Übung. Diesmal kann Leitner in jedem Fall spielen, wie es nächste Woche aussieht „müssen wir sehen“.

Gerade in der entscheidenden Saisonphase ist seine Routine besonders gefragt. Deshalb ist auch Trainer Beppo Schlickenrieder froh, dass der Kapitän mit dabei ist. Wenngleich ihm die Defensive weniger Sorgen bereitet als die Abschlussschwäche seiner Mannschaft im Angriff. Immerhin kann der Coach personell fast aus dem Vollen schöpfen. Johannes Kroner, der am Freitag in Peißenberg fehlte (Spiel bei Redaktionsschluss noch nicht beendet), ist wieder mit dabei. Hinter dem Einsatz von Josef Schlickenrieder steht noch ein Fragezeichen. Sicher nicht auflaufen kann Adrian Albanese (Zerrung).

Gegen den amtierenden Bayernliga-Meister Sonthofen erwartet Schlickenrieder in jedem Fall ein defensives und taktisch geprägtes Spiel. „Wer den erste Tor erzielt hat einen großen Vorteil“, prognostiziert Schlickenrieder. Damit das nicht bei den Miesbachern fällt, dafür wird sich vor allem Defensivmann Florian Leitner reinhängen. (ts)

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