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Keine Panikkäufe beim SCR

Garmisch-Partenkirchen: Wer kommt, wer geht, wer bleibt? Der SC Riessersee verzichtet zur entscheidenden Saison-Phase auf Neuverpflichtungen. Manager Ralph Bader erklärt, warum:

© Rabuser

Zufrieden mit dem, was er gesehen hat: SCR-Manager Ralph Bader verzichtet auf Nachverpflichtungen.

Wer kommt, wer geht, wer bleibt? Am Montag war noch einmal Großkampftag für die Manager der 2. Bundesliga. Bis Mitternacht – dann endete die Transferfrist – hatten die Vereins-Verantwortlichen Zeit, etwaige Neuverpflichtungen unter Dach und Fach zu bringen. Einen ließ der Rummel aber völlig kalt: SCR-Manager Ralph Bader. „Ich halte nichts von Panikkäufen in letzter Sekunde“, stellt er klar. „Außerdem brauchen wir gar keine Neuzugänge.“ Im Klartext: Der SCR geht mit dem aktuellen Kader in die entscheidende Phase der Saison.

Warum? Klar, zum einem fehlt es den Werdenfelsern am nötigen Kleingeld, zum anderen „vertrauen wir den Spielern, die wir bereits haben, voll und ganz“. Und das ist durchaus gerechtfertigt: Immerhin hat der Aufsteiger immer noch alle Chancen sich für die Playoffs zu qualifizieren, zudem waren die vergangenen zwölf Spiele – also das dritte Viertel der Saison – die erfolgreichsten der Werdenfelser. „Das zeigt, dass wir wieder eine Schritt nach vorne gemacht haben, und immer mehr Punkte holen“, sagt Bader. „Wenn wir uns in den verbleibenden Partien nochmal steigern, dann werden wir unser Ziel, den Klassenerhalt, sicher schaffen – auch ohne Verstärkung.“

Statt Vorschusslorbeeren für einen Neuzugang verteilt der SCR-Manager daher lieber Lob an das bestehende Personal: „Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie in der zweiten Liga mithalten kann. Ich bin sehr zufrieden.“ Ein Sonderlob hat sich laut Bader auch Trainer Zdenek Travnicek verdient: „Er hat es verstanden, das Team von Woche zu Woche besser zu machen. Wir sehen das sehr positiv.“

Bahnt sich da etwa eine Vertragsverlängerung an? „Es ist nicht der Zeitpunkt, um über Verträge zu diskutieren. Wir wissen ja noch nicht mal, in welcher Liga wir in der kommenden Spielzeit antreten“, wiegelt der Manager ab. „Wir konzentrieren uns nur auf das Hier und Jetzt.“

Das gilt auch für die Spieler: Selbst Top-Scorer Lubor Dibelka, der nach Auskunft seines Beraters Klaus Weber gleich bei mehreren Teams aus der DEL im Gespräch ist, muss noch auf ein unterschriftsreifes Angebot der Werdenfelser warten. „Es ist kein Geheimnis, dass wir Lubor behalten möchten. Und er hat auch hat immer wieder betont, wie wohl er sich bei uns fühlt“, betont Bader. „Wenn aber tatsächlich ein Verein aus der DEL anklopft und mit der großen Kohle winkt, liegt es an ihm, sich zu entscheiden. Ich sehe das gelassen.“ Wie gesagt, Bader bringt derzeit (fast) gar nichts aus der Ruhe.

Thomas Fritzmeier

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