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Löwen gewinnen in Klostersee n.V. 3:2

Killerinstinkt erst nach 60 Minuten

Bad Tölz - Schwache Torausbeute und ein starker Martin Morczinietz zwingen die Tölzer Löwen beim EHC Klostersee in die Verlängerung.

Hält die Tölzer Löwen mit spektakulären Saves im Spiel, bescheinigt aber auch seinem Gegenüber eine starke Leistung: „Martin Morczinietz hat ein super Spiel gemacht“, sagt Andreas Jenike. Foto: Archiv

Hält die Tölzer Löwen mit spektakulären Saves im Spiel, bescheinigt aber auch seinem Gegenüber eine starke Leistung: „Martin Morczinietz hat ein super Spiel gemacht“, sagt Andreas Jenike. Foto: Archiv

Zwischen den Tölzer Löwen und dem EHC Klostersee gibt es seit vergangener Saison eine besondere Verbindung: Die Erinnerung an das abgebrochene Spiel in den Play-offs wegen eines Lochs im Eis, das durch die Eismaschine verursacht worden war. Diese Begebenheit werden die Fans der Tölzer Löwen wohl auch nicht so schnell vergessen. Als am Sonntag beim jüngsten Aufeinandertreffen der beiden Teams der Eismeister mit seiner Zamboni ins Stadion einfuhr, wurde er von den gut 50 mitgereisten Anhängern der Buam lauthals angefeuert. Das Eis blieb ganz, die Partie wurde regulär ausgespielt - und die Tölzer Löwen gewannen mit 3:2 nach Verlängerung.

Es war ein schnelles Spiel, bei dem es ständig hin und her ging. Löwen-Trainer Florian Funk war zufrieden mit dem Auftritt der Seinen. „Es war ein ziemlich enges Match, mit hohem Tempo. Über weite Strecken haben wir sehr gut gespielt.“ Nur die Torausbeute sei zu gering gewesen. „In den ersten 30 Minuten hätten wir noch ein Tor mehr machen müssen.“ Sein Gegenüber Doug Irwin stimmte ihm zu: „Tölz hätte vielleicht höher führen müssen.“ Doch sein Team habe über körperbetontes Spiel ab dem zweiten Drittel besser in die Partie gefunden. „Wir hatten keinen Respekt und keine Angst. Alle haben 100 Prozent gegeben.“

Neben der Chancenverwertung war Funk auch mit der Art und Weise, wie die beiden Gegentore fielen, nicht ganz einverstanden. Zweimal war es Patrick White, der die Löwen-Abwehr überwand. Einmal sogar, während die Tölzer mit einem Mann mehr auf dem Eis standen.

Dass in dieser Partie nicht mehr Tore fielen, lag an zwei gut aufgelegten Goalies. „Martin Morczinietz hat ein super Spiel gemacht“, erkannte Löwen-Torhüter Andreas Jenike die Leistung seines Gegenübers an. „Wir haben gewusst, dass er stark ist. Er hat uns das Leben echt schwer gemacht.“ Aber auch er selbst rettete mehrmals mit spektakulären Saves. „Wir haben gut gespielt“, meint der Goalie. „Ich denke, es war ein gerechtes Unentschieden, weil es Chancen auf beiden Seiten gab.“

In der Verlängerung sorgte Michael Pfaff für den Zusatzpunkt. Überhaupt scheint den Löwen diese Spielphase zu liegen. Dreimal an zwei Wochenenden entschieden sie eine Verlängerung für sich. „Wir haben so etwas wie einen Overtime-Killerinstinkt entwickelt“, sagte Jenike lachend. Vielleicht sei auch etwas Glück dabei. „Aber es zeichnet uns aus, dass wir eine sehr gute Kondition und den unbedingten Willen haben.“

Bereits am kommenden Wochenende treffen die beiden Mannschaften wieder aufeinander, diesmal auf Tölzer Eis.

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