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Die Löwen werden stärker

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Artikel: Die Löwen werden stärker

Bad Tölz - Alle wünschen sich Verstärkung, dabei werden die jungen Löwen immer stärker. Zumindest, was die reine Kraft anbelangt. Seit knapp sechs Wochen stehen die Tölzer im Sommertraining.

Trainer Florian Funk sagt: „Die körperlichen Voraussetzungen der Spieler sind besser als zur gleichen Zeit in der Vorsaison. Ihre Entwicklung sieht gut aus.“

Ob seine Schützlinge - viele von ihnen hatte Funk bereits in der Schüler-Mannschaft unter seinen Fittichen - in der anstehenden Oberliga-Saison bestehen, kann er trotzdem noch nicht abschließend bewerten. „Wer einen guten Pass spielen kann, sehen wir erst auf dem Eis.“ Das gibt es in Tölz erst am 18. Juli - Trockenübungen bleiben den Spielern dann trotzdem nicht erspart. Dreimal geht’s aufs Eis, nebenher wird weiter gelaufen und Gewichte gestemmt.

Derzeit bestimmen Medizinbälle, Sprung-, Kraft- und Ausdauertraining den Alltag der Löwen. Vor allem das Intervall-Training hat Funk für sich entdeckt. „Wir machen keine langen Läufe, stattdessen kürzer, öfter und intensiver.“

Das Eisclub-Sommertraining vor der Saison 1953/54 in der von der Sonne aufgeheizten Oberschul-Turnhalle (hi. v. li.) Siegfried Fottner, Martin Zach, Josef Fischer, Konditionstrainer Josef Mitterpleininger, Richard Wörschhauser, Anton Ott, Jakob Probst, Josef Wörschhauser sowie (vo. v. li.) Ferdinand Peterhans, Hans Wechsel und Hans Rampf.

Bei der Zusammenarbeit mit seinem Vater, Co-Trainer Lenz Funk sen. gebe es keine Probleme. Die beiden teilen sich das Team beim Training auf - mit dem zweiten Co-Trainer Randy Neal. „Ich mache die Planung“, sagt Funk jun. „Dann werden die Aufgaben aufgeteilt.“ Weder Trainer noch Spieler mögen das Sommertraining. „Es ist eine depperte, aber eine sehr wichtige Zeit“, sagt Funk. „Klar, es ist für alle langweilig, jede Woche das Gleiche, aber es muss sein.“ Jetzt werden die Weichen gestellt für die Saison auf dem Eis. In der vorherigen Spielzeit seien die Spieler wegen fehlender Vorbereitung zu leicht und zu schwach gewesen, befand Funks Vorgänger Dave Rich. Nun seien sie auf dem richtigen Weg zu allgemeiner Fitness. „Wegen fehlender Grundlagen hatten sie zwar ein Kraft-Defizit“, räumt der Coach ein. „Doch das war schnell aufgeholt.“
Die Löwen starten stärker in die Saison doch mannschaftlich schwächer. Das Team besteht bis jetzt nur aus Nachwuchsspielern, Altersschnitt 19,5, der Älteste ist Franz Mangold, seit März 22. „Wir sind extrem jung und unerfahren“, gibt Funk zu. Nicht nur er wünscht sich deshalb Routiniers. Doch gerade die ganz Jungen kämen ohne wahre Leistungsträger ganz gut zurecht, meint der Trainer. Bei ihnen herrsche positive Stimmung. „Die freuen sich eher, dass sie auf jeden Fall zum Einsatz kommen.“ Doch die erfahreneren Spieler wüssten aus der Vorsaison, wie schwierig es ist, ohne Führung auf dem Eis Erfolg zu haben. „Die machen sich schon Gedanken und wünschen sich bessere Spieler.“

Dabei stehen die Löwen mit 16-köpfigem Kader vergleichsweise gut da. „Andere Vereine haben noch gar keine Mannschaft“, sagt Funk. Trotzdem wäre er froh, wenigstens Christian Urban mit an Bord zu haben: „Das ist der Mann, den wir brauchen.“ Gegen Josef Kottmairs Weiterverpflichtung hätte Funk ebenfalls nichts einzuwenden, auch wenn Urban Priorität habe. Ein erfahrener Top-Verteidiger steht ebenfalls auf Funks Wunschliste. Aber weder kann er in die Kaderplanung eingreifen, noch macht er sich allzu große Hoffnungen auf namhafte Verstärkung. „Ich muss mit dem arbeiten, was ich habe.“

Die meisten Spieler sind älter geworden, haben an Erfahrung gewonnen. Jetzt müssen sie die gestiegenen Anforderungen annehmen. „Sie müssen groß werden, man kann sich nicht ein Leben lang auf andere verlassen“, sagt Funk. Das gilt auch für Urban, der in der Vorsaison mit seiner neuen Rolle als Kapitän anfangs seine Probleme hatte: Da hilft nur, in die Aufgaben hineinwachsen - oder untergehen.“

Erste Gelegenheit, die Stärke des Teams einzuordnen, bieten die voraussichtlich zwölf Freundschaftsspiele. Das erste geht am Freitag, 30. Juli, gegen die Nürnberg Ice Tigers über die Bühne.

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