Als erste US-Profiliga

NHL setzt Zeichen gegen Homophobie

Toronto - Die NHL hat als erste der großen nordamerikanischen Profiligen ein deutlichen Zeichen gegen Homophobie gesetzt.

Die stärkste Eishockey-Liga der Welt gab am Donnerstag eine Partnerschaft mit der Organisation „You can play“ bekannt, die sich für gleiche Chancen homosexueller Sportler einsetzt. „Unser Motto ist: Eishockey ist für jeden“, sagte NHL-Commissioner Gary Bettman: „Wir wollen damit unterstreichen, dass wir uns für die Einbeziehung Homosexueller auf dem Eis, in den Kabinen und auf den Tribünen einsetzen.“ Es gehe unter anderem darum, die Spieler für homophobe Äußerungen zu sensibilisieren, sagte Patrick Burke, Talentspäher der Philadelphia Flyers und Mitgründer von „You can play“.

„Wenn man Athleten fragen würde, ob sie schwule Freunde unterstützen, würde die große Mehrheit mit ja antworten“, sagte Burke, „wenn man sie fragen würde, ob sie in den letzten 48 Stunden schwulenfeindliche Äußerungen gemacht haben, würden ebenfalls die meisten ja sagen.“ Bislang hat sich kein aktiver Sportler in den vier großen Profiliga Nordamerikas, der NHL, der Football-Liga NFL, der Baseball-Liga MLB und der Basketball-Liga NBA, als schwul geoutet. Lediglich nach Ende der Karriere bekannten sich der Ex-Footballer Wade Davis, der ehemalige NBA-Center John Amaechi und der Ex-Baseballer Billy Bean zu ihrer Homosexualität.

sid

Rubriklistenbild: © AP

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