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SC Riessersee verliert erstes Auswärtsspiel in Bremerhaven 2:5

20 Minuten geschlafen

Bremerhaven - 2:5 - SC Riessersee kassiert im zweiten Drittel vier Tore und muss die drei Punkte in Bremerhaven lassen

Torgefährlicher Gegner: Der Ex-Riesserseer Chris Stanley (hier im Duell mit Florian Vollmer) netzte gegen Hardi Wild (r.) zweimal ein. foto: BSE-Pictures

Mit einem Paukenschlag gegen Heilbronn hat die Saison für den SC Riessersee am Freitag begonnen. Nach der 2:5-Niederlage bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven von einem Rückschlag zu sprechen, wäre vielleicht ein wenig übertrieben. In jedem Fall war es für die Garmisch-Partenkirchner eine Schneiderfahrt in den hohen Norden. Dort gab es nämlich nichts zu holen für die Mannschaft von Trainer Zdenek Travnicek. Mit einem Zwischenspurt im zweiten Drittel machten die Bremerhavener deren zweiten Sieg im zweiten Spiel klar, der SCR dürfte mit der Bilanz von drei Punkten nach zwei Begegnungen aber auch nicht unzufrieden sein.

Viel Zeit zum Jubeln und Seele baumeln lassen hatten die Riesserseer Eishockey-Profis nicht. Denn nur 26 Stunden nach dem Triumph gegen Heilbronn saßen sie schon im Bus auf dem Weg an die Nordsee. Manager Ralph Bader, der die Tour nicht mitmachte, hatte das Team vor die Wahl gestellt: Gemütlich am Samstag mit Übernachtung in Hannover oder eine Fahrt die gesamte Nacht. Die Mannschaft entschied sich für die zweite Variante. Ob die erste die bessere gewesen wäre? Blickt man auf den Zeitpunkt des ersten Gegentreffers, könnte man leicht auf ein „Ja“ als Antwort tippen. Denn nach gerade mal 28 Sekunden hielt Chris Stanley seinen Schläger in den Schlagschuss von Felix Thomas, fälschte den Puck ab und überwand den chancenlosen Hardi Wild im Gäste-Tor. Sehr unglücklich und sehr unpassend für ein Team, dass mehr als zehn Stunden im Bus gesessen hatte und auswärts auf einen guten Start angewiesen ist.

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Der frühe Rückstand hatte durchaus eine leichte Schockwirkung. Denn die nächsten Minuten gehörten ganz klar den Hausherren in der Bremerhavener Eisarena. Erst nach neun Minuten befreiten sich die Riesserseer erstmals. Tim Regan sorgte für Gefahr, als er vor Pinguins-Torhüter Marko Suvelo nachstocherte, den Routinier aber nicht überwinden konnte. Der Gast erwachte langsam und hatte nach 13 Minuten die Riesenchance zum 1:1. Lubor Dibelka, der am Freitag schon zweimal getroffen hatte, hatte aber Pech und hämmerte den Puck an die Latte. Nun war die Partie offen, ging hin und her.

Umso überraschender, dass der SCR nach der ersten Pause wieder etwas schläfrig aus der Kabine kam. Die Passivität wurde sofort bestraft. Philipp Gunkel wurde von Mark Kosick bedient und zog aus dem Lauf heraus ab - 0:2. Ein Lapsus von Benjamin Barz leitete dann das 3:0 für die Gastgeber ein: Der Stürmer hatte die Scheibe eigentlich sicher, ließ sie sich aber von Chris Stanley abluchsen, der eiskalt einnetzte. Bremerhaven spielte sich nun ihren einen richtigen Rausch. Daran änderte auch das erste SCR-Auswärtstor dieser Saison wenig: In Unterzahl schloss Tyson Marsh einen Konter mit einem Knaller unter die Latte ab. Justin Zilla hatte gut aufgelegt. Doch Bremerhaven bleib am Drücker und ließ mit einem Doppelschlag bis zur 31. Minute das 4:1 und 5:1 folgen. Da war es auch Travnicek zu viel, der zunächst seine Unterlagen hinter die Bank feuerte und dann eine Auszeit nahm.

Richtig viel Wirkung zeigte die nicht mehr. Wohl mehr, dass die Hausherren es etwas ruhiger angehen ließen. Lubor Dibelkas Treffer zum 2:5 war dann auch mehr ein Zufallsprodukt, da ein Verteidiger dem SCR-Stürmer den Puck mit dem Handschuh direkt auf den Schläger servierte. Ein großes Aufbäumen war nicht mehr zu erkennen. Dagegen viel Geplänkel in der neutralen Zone. Nur Torhüter Wild bekam noch ein paar Mal die Möglichkeit, sich auszeichnen. Er hielt das Ergebnis in Grenzen. (lb/cf)

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