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Nackte Oberkörper bei 14 Grad minus

Nackte Oberkörper bei 14 Grad minus

Freising - Eishockey-Landesligist SE Freising erarbeitete sich am Freitagabend letztlich ein gerechtes 1:1 (0:0, 0:0, 1:1) gegen den ESV Waldkirchen.

Das Tor von David Jelinek (l.) reichte nicht ganz zu einem Heimsieg gegen den ESV Waldkirchen. Foto: Gleixner

Das Tor von David Jelinek (l.) reichte nicht ganz zu einem Heimsieg gegen den ESV Waldkirchen. Foto: Gleixner

Der einzige erwärmende Höhepunkt des Spiels war zu Beginn eine Show mit bengalischen Feuern durch die heißblütigen und nach dem Spiel Zoff suchenden Gästefans, die zwischenzeitlich mit nacktem Oberkörper den Kampf gegen die gefühlten 25 Grad minus aufnahmen. Das Spiel selbst war recht arm an Höhepunkten. Waldkirchen hatte im Duell der beiden punktgleichen Nachbarn auf den Mittelfeld-Plätzen sechs und sieben Vorteile und auch mehr Torschüsse.

Das eher maue Match ging im zweiten Drittel in die andere Richtung. Nun hatten die Freisinger das Geschehen im Griff. Aber das Fanherz erwärmende Tore blieben Fehlanzeige. Den Black Bears fehlte im Torabschluss die Konsequenz, mit der sie vor kurzem Bad Kissingen in ihrem besten Saisonmatch abschossen.

Im Schlussabschnitt lief die Partie auf ein im Eishockey extrem seltenes 0:0 zu, bis sich die Ereignisse doch noch überschlugen. Der SEF hatte in einem fairen Match eine Unterzahl zu überstehen, kombinierte aber mit einem Mann weniger gut. Fünf Sekunden vor dem Ende der Unterzahl machte David Jelinek das Tor. Doch Freising kassierte acht Minuten später erneut eine Strafzeit, als Felix Kammermeier einen Gegner auf Höhe der Mittellinie völlig unnötig an die Bande schob. Diesmal klingelte es fünf Sekunden vor dem Ende der Strafzeit, aber eben auf Seite der Gäste.

Nach dem Ausgleich waren noch dreieinhalb Minuten zu spielen, die dramatischer waren als die gut 56 Minuten zuvor. Erst vergab Jelinek eine Riesenchance, kurz zuvor hatte ein Schuss von Alexander Völkel ein metallisches Geräusch erzeugt. Nach dem Spiel rätselten alle, ob der Puck gegen den Pfosten oder das Torgestänge hinten im Kasten flog, um dann wieder herauszuspringen. Zuschauer hinter dem Tor sahen den Puck drin, während Spieler und Trainer nur mit der Schulter zuckten. Nach dem Phantomtor besaßen die Waldkirchener zwei Megachancen, die der grandiose Konstantin Bertet zu Nichte machte. Unter dem Strich war die Punkteteilung gerecht und Trainer Christian Eibl war nicht unzufrieden. Ihn ärgerte eigentlich nur das dumme Foul Kammermeiers vor dem Ausgleichstreffer. Er bilanzierte, dass sein Team aufgrund der fehlenden Konsequenz im Abschluss den Sieg nicht verdient hatte. Torwart Bertet bekam vom manchmal strengen Übungsleiter kein Sonderlob, „denn für solche Spiele haben wir ihn ja geholt.

SE Freising - ESV Waldkirchen 1:1 (0:0, 0:0, 1:1).

Tore: 1:0 David Jelinek (47.), 1:1 Markus Simbeck (56.). Strafminuten: Freising 8 - Waldkirchen 8+10.

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