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Der nächste ECP-Sieg gegen den EV Füssen

Der nächste ECP-Sieg gegen den EV Füssen

Peiting - Es war nichts besonderes mehr: Einfach nur der sechste Sieg im achten Vergleich gegen den Altmeister aus dem Allgäu. Der fiel aber doch recht deftig aus. Denn mit 9:3 (1:0, 4:1, 4:1) fegte der EC Peiting den EV Füssen vor 650 Besuchern vom eigenen Eis und baute damit in der Oberlia Süd seine sichere Führung aus.

Gespannt durfte man sein, wie bei der anschließenden Pressekonferenz die Kritik des Füssener Trainers Georg Holzmann gegenüber der eigenen Mannschaft ausfallen würde. War er doch kurz vor Weihnachten nach einer Niederlage in Peiting mit seinem Team hart ins Gericht gegangen und hatte sogar ein Sondertraining angekündigt. Damals unterlagen die Füssener mit 1:7, und diesmal mit 3:9 sogar noch höher.

Doch statt Tadel gab es Lob für das Gästeteam. „Wir hätten die Niederlage vielleicht um zwei oder drei Tore niedriger gestalten können. Aber meine Jungs haben bis zum Umfallen gekämpft, und sie haben alles gegeben“, lobte Holzmann und dankte den Fans, die mit einer Hundertschaft zugegen waren.

Weniger gut war der Füssener Trainer auf die Schiedsrichter zu sprechen, wenn er auch nicht näher auf das Novum engehen wollte. Weil sich Hauptschiedsrichter Gerhard Maier beim Warmmachen am Knie verletzte, konnte er das Spiel nicht leiten. Doch so kurzfistig einen Ersatz zu finden, war nicht möglich. Deshalb einigten sich die Parteien mit vorheriger Unterschrift, dass die Linienrichter das Spiel als Gespann leiten durften. Sie machten es sicherlich nicht schlecht. Doch beinahe wäre im Schlussdrittel auch noch ein weiterer Unpareiischer ausgefallen. Doch nachdem die Handverletzung kurz von Peitings Mannschaftsarzt Dr. Dieter Grünewald behandelt wurde, konnte er das Spiel bis zum Ende leiten.

„Wir haben heute Druck gemacht, und meine Jungs haben ein gutes Spiel abgeliefert“, schwärmte Peitings Trainer Leos Sulak. Sicherlich meinte er nicht das erste Drittel, in dem die Gastgeber zwar optisch leichte Vorteile hatten und sich mehr vor dem gegnerischen Tor bewegten. Von klaren Chancen konnte bis dahin aber keine Rede sein.

Keiner freute sich über seine Tore so schön wie Christian Mayr. Er war nach seiner Verletzung erstmals dabei und bombte zweimal ein. Schnelle Treffer, bei denen Füssens Keeper Andre Irrgang nicht immer gut ausgesehen hatte und bei denen seine Vorderläute versäumten, das eigene Gehäuse weiträumiger abzuriegeln, besiegelten das Schicksal der Allgäuer.

In den ersten 20 Minuen reichte es nur zu einem Treffer von Martin Guth (4.), dem sogar zwei Minuten später durch Sebastian Wolsch der Ausgleich folgte, als Peitings Tschechen-Duo Premysl Sedlak und Milos Vavrusa innerhalb von fünf Sekunden zwei Strafminuten absitzen mussten. „Das war unnötig“, schimpfte Sulak. Die zweite Strafzeit hätte der Unparteiische nicht geben müssen.

Die Laune des Peitinger Trainers besserte sich, als die Gastgeber von der 28. bis zur 34. Minute durch Mayr (28.), Gordon Borberg (31.), Robin Slanina (33.) und Anton Saal, der in der 34. Minute bei einem Penalty gegen Füssens Keeper Sieger blieb, einbombten. Viermal waren die Gastgeber auch im Schlussdrittel von der 48. bis zur 57. Minute erfolgreich. Josef Kottmair (48.), Mayr (50.), Alexander Simon (51.) und zum Abschluss noch Manfred Eichberger (57.) trafen ins Netz. Oft gingen den Toren vorherige Abwehraktionen des Füssener Keepers voraus, ehe die Schützen aus dem Hinterhalt erfolgreich abzogen. Nur zwischendrin, zum 2:5 (38.) durch Veit Holzmann und zum 3:8 (55.) durch Eric Nadeau, verkürzten die Füssener. Die Tore haben die Gäste verdient, wenngleich sie sich nicht mehr richtig darüber freuen konnten. df

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