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Oberliga plötzlich wieder attraktiv

Oberliga plötzlich wieder attraktiv

Bad Tölz - Freiburg, Miesbach, Bayreuth, Schweinfurt und Sonthofen bekunden Interesse am Aufstieg. Eine Oberliga mit zwölf Mannschaften zeichnet sich ab.

Gleich ob die Tölzer Löwen in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga antreten oder in der Oberliga: Fest steht, dass der Spielplan deutlich attraktiver ist als in dieser Spielzeit. Bei einer Ligentagung in München erklärten sich gleich vier Bayernligisten bereit zum Aufstieg: Bayreuth, Miesbach, Schweinfurt und Sonthofen. Großes Interesse am Aufrücken in die Oberliga Süd haben zudem die Wölfe Freiburg, die derzeit in der Regionalliga Südwest um Punkte kämpfen. Damit ist es mehr als wahrscheinlich, dass in der Oberliga künftig zwölf Mannschaften antreten.

ECT-Präsident Josef Hintermaier fuhr mit einem mulmigen Gefühl zur Ligentagung: „Ich habe mir gedacht, das wird wieder ein richtiger Schmarrn.“ Tatsächlich sei die Sitzung aber ganz anders verlaufen: „Keiner hat rumgezickt. Es wurde sachlich und nicht emotional diskutiert. Das bin ich gar nicht gewohnt.“

Die Nachrücker zeigten großes Interesse an der Oberliga. Freiburg sei beispielsweise völlig unzufrieden in der Regionalliga Südwest: „Sie fürchten, dass ihnen ihre Eigengewächse davonlaufen, wenn sie nicht aufsteigen.“

Der TEV Miesbach hat sich vor einem Jahr noch gegen einen Aufstieg gesträubt. Doch jetzt hat ein Umdenken eingesetzt. „Die Oberliga wäre für uns sehr attraktiv“, sagt Geschäftsstellen-Leiter Markus Wieland. „Allein schon deshalb, weil die Tölzer drin sind.“ Es gebe aber auch noch andere attraktive Gegner wie etwa Erding oder Regensburg. Die Mehrkosten würden sich seiner Ansicht nach bei einem Aufstieg in Grenzen halten. Die Auswärtsfahrten seien nicht weiter als in der Bayernliga. Der Kader würde sich im Aufstiegsfall nur punktuell verändern, die Kosten würden mäßig steigen. Bestätigt sieht sich Wieland durch die Stellungnahme des letztjährigen Aufsteigers TSV Erding: „Sie haben nur positiv über die Oberliga geredet und wollen unbedingt drinbleiben.“

Überzeugt hat Wieland auch der Auftritt des Ligenleiters Oliver Seeliger, der schon jetzt einen möglichen Spielplan für die kommende Saison vorgelegt hat. Demnach ermitteln die Clubs in einer Doppelrunde mit 44 Spieltagen vom 28. September bis zum 24. Februar 2013 die Teilnehmer der Ausscheidungs-Playoffs (Plätze 1-8) sowie der Abstiegs-Playdowns (Plätze 9-12). Abgesehen vom Deutschland-Cup-Wochenende (9 bis 11. Dezember) würde es keine Pausen geben und nur einen einzigen Spieltag unter der Woche.

„Seeliger hat sich dieses Mal sehr gut vorbereitet“, sagt Hintermaier, der feststellte: „Ich bin mit den Ergebnissen der Ligentagung richtig zufrieden.“ (Patrick Staar)

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