Peiting - Noch einmal lockt das Gipfeltreffen in der Oberliga Süd: Den EV Füssen, der hinter dem Tabellenführer von der Peitnach mit zwölf Punkten Rückstand (bei einem Spiel weniger) den zweiten Platz behauptet, hat die Eishockey-Truppe des EC Peiting am Sonntag um 18 Uhr in der heimischen Eisarena zu Gast.

Nicht immer ganz einig: Beim 2:1-Heimsieg des EC Peiting gegen den EV Füssen waren zwischendurch die Emotionen hochgekocht. Auch am morgigen Sonntag ist in Peitings Eishalle mit einem intensiv geführten Derby zu rechnen. foto: df
Die Hiobsbotschaft erreichte den Peitinger Trainer nach einer nachträglichen ärztlichen Untersuchung: Michael Kreitl hat durch den Check in Bad Tölz einen Kieferbruch davongetragen. Gestern wurde der Stürmer operiert, und die Ärzte setzen eine zweiwöchige Spielpause für den Stürmer voraus. Leos Sulak muss also seine Sturmreihen wieder einmal umstellen. Doch das sollte ihm weniger Sorgen bereiten, nachdem er nach der These „jedermuss in jedem Block zurechtkommen“ immer wieder seine Reihen durchwechselte.
„Wir wollen jetzt die letzte Niederlage ausbügeln“, nennt Peitings Trainer das Ziel nach dem 3:4 im letzten Aufeinandertreffen. Aus einer gesicherten Defensive heraus sollen die Gastgeber mit dem Heimvorteil die Allgäuer unter Druck setzen. Wenn von speziellen Übungen die Rede sein kann, dann ist es das Überzahl-Spiel, dem der Trainer ein besonderes Augenmerk schenkte. „Da müssen wir noch besser werden“, legt Sulak seinen Cracks ans Herz und hofft natürlich auf die Unterstützung durch die heimischen Eishockey-Fans.
Wenn auch deutliche Ergebnisse dabei waren, so waren es immer hartumkämpfte und interessante Spiele, die die Eishockey-Anhänger erlebten und auch begeisterten. Auch am morgigen Sonntag wird sich im abschließenden Match der Rivalen daran nichts ändern. Deshalb wünschen sich die gastgebenden Cracks viele Fans, die sie unterstützen.
Die Füssener reisen mit einigen Hochkarätern an, die den Umgang auf Schlittschuhen mit Puck und Schläger verstehen. Sascha Golts, Deutscher mit russischer Abstammung, ist bei den Allgäuern der Routinier. Der Top-Scorer mit 50 Punkten (23 Tore) vollendet am 13. Februar sein 39. Lebensjahr. Zu den brandgefährlichen Führungsspielern gehören auch Andrej Naumann mit 34 Punkten (13) und der Ukrainer Ruslan Bezshchasnyi, der auf 30 Punkte (8) kam. Zu den Technikern im Team gehört noch Eric Nadeau.
Verteidiger Douglas Kublin aus den USA bekam zunächst einen Probevertrag und hat seinen Trainer Georg Holzmann überzeugt. Brandgefährlich und für Tore gut ist auch Verteidiger-Kollege Sebastian Wolsch.
Fünf Verteidiger und fünf Stürmer haben den EV Füssen zu Saisonbeginn verlassen. Doch angesichts ihrer Ausbildung in der DNL hat sich die Mannschaft nicht verschlechtert. Dem Trainer steht ein großes Reservoir an Talenten zur Verfügung, und auch die Abwehr, der zunächst zu wenig Erfahrung nachgesagt wurde, ist gereift.
df



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