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P-Wort steht weiter auf dem Index

Garmisch-Partenkirchen - Obwohl der SCR noch Playoff-Chancen besitzt, will Manager Ralph Bader die Mannschaft nicht unter Druck setzen

Ein bisschen Hoffnung: Den Traum von den Playoffs hat SCR-Trainer Zdenek Travnicek noch nicht ganz aufgegeben. foto: thomas sehr

Ein bisschen Hoffnung: Den Traum von den Playoffs hat SCR-Trainer Zdenek Travnicek noch nicht ganz aufgegeben. foto: thomas sehr

Nach außen ist alles unverändert. SCR-Manager Ralph Bader hat das Erreichen der Playoffs abgeschrieben. Der offiziellen Sprechart ist er treu geblieben. „Die restlichen Punktspiele sehe ich als Vorbereitung auf die Abstiegsrunde“, sagt Bader gebetsmühlenhaft. Dabei ist rein rechnerisch für den SC Riessersee - sieben Spiele vor Ende der regulären Runde bei nur sechs Punkten Rückstand auf Platz acht - noch alles möglich. Die Lage der Liga und die Tabelle kennt Bader ganz genau. Und das Programm der direkten Konkurrenten weiß er ebenfalls auswendig. Mit Interesse wird er die Spiele Heilbronner Falken - Hannover Indians, EV Ravensburg - SC Bietigheim, SB Rosenheim - Lausitzer Füchse, ETC Crimmitschau - EV Landshut verfolgen. Alles Paarungen mit Mannschaften, die der SCR noch überholen muss, will er in die Playoffs kommen. „Ein Spieltag, der es in sich hat“, sagt Bader.

Offiziell ist die heutige Partie gegen die Dresdner Eislöwen das Kellerduell der 2. Liga. Mit dem Tabellenletzten haben die Riesserseer in den bisherigen drei Partien eher schlechte Erfahrungen gemacht. Zwei Niederlagen und ein Sieg stehen zu Buche. Dabei haben sich die Riesserseer bei der 1:6-Heimpleite und dem 1:5 vor elf Tagen in Dresden nicht mit Ruhm bekleckert. Nur ein Drei-Punkte-Erfolg lässt den SCR wieder näher an Rang acht heranrücken. Was Bader - offiziell - ja nicht besonders berührt, nachdem er das P-Wort auf den Index gesetzt hat. Er sieht die Dresden-Partie als „Werbung in eigener Sache“ für das Oberbayern-Derby am Freitag gegen die Starbulls Rosenheim. Mit einem Sieg könne das Team dafür sorgen, dass das Olympia-Eisstadion wieder einmal besser gefüllt ist als in der jüngeren Vergangenheit.

So kategorisch wie sein Chef schließt Trainer Zdenek Travnicek den Sprung in die Runde der besten acht Teams - damit hätte der Zweitligaaufsteiger den Klassenerhalt vorzeitig in der Tasche - nicht mehr aus. „Ja“, räumt Travnicek ein, „ich denke noch ein bisschen an die Playoffs. Wenn wir sie allerdings nicht schaffen, ist’s auch nicht tragisch“. Diese Aussage ist ihm nur unter größten Mühen über die Lippen gekommen. Jeden Druck will er von seinen Spielern nehmen, weil einige, die mit einem sensiblen Nervenkostüm ausgestattet sind, nicht in der Lage sind, damit fertig zu werden. Zu welchen Leistungen die Mannschaft fähig ist, wenn alle Last (vordergründig) von ihr genommen ist, zeigte sie in den Begegnungen gegen die Hannover Indians und den ESV Kaufbeuren. Wie sein Team am Freitag und Sonntag aufgetreten ist, lässt den 43-Jährigen wieder hoffen. „Darauf können wir aufbauen“, sagt er. „Wir sind auf einem guten Weg.“ Man dürfe sich nur nicht auf den Lorbeeren des Wochenendes ausruhen, meint Travnicek. „Am Dienstag ist ein neues Spiel, in dem wir uns wieder beweisen müssen.“

Was dem SC Riessersee in der laufenden Saison zu schaffen macht, ist ein Mangel an Konstanz. Auf einen Positivtrend folgte häufig eine Negativserie. „Deshalb stehen wir hinten drin“, glaubt Travnicek.

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