Schongau - Die Eishockey-Truppe der EA Schongau ist dem Klassenerhalt in der Bayernliga etwas näher gekommen. Nach der leidigen Niederlage in Dorfen nahmen die Lechstädter Revanche und setzten sich gegen den Letzten der Gruppe B souverän mit 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) durch.

Immer brandgefährlich: Dorfens Angreifer tauchten wiederholt vor Schongaus Keeper Max Bergmann auf, der aber eine Nullrunde feierte. foto: df
„Wir werden noch forcierter spielen und den Kampf annehmen“, versprach Schongaus Trainer Robert Kienle vor dem Anpfiff der Partie, und nachher hatte er nur noch Lob für seine Cracks: „Die arbeiten seit Wochen im Training und im Spiel vorbildlich“, schwärmte er und bezog Fitnesstrainer Wolfgang Filser ein. „Dem gelingt es, unsere angeschlagenen Spieler immer wieder rechtzeitig fit zu bekommen.“
Doch auch die Fans waren Unterstützung auf dem schweren Weg und nutzten die Gelegenheit zum reibungslosen Übergang vom harten Eishockey-Match zum Hausball in der Stadiongaststätte Puck. Dorfens Trainer John Samanski blieb nur noch, den Lechstädtern für den guten Start in die Abstiegsrunde zu gratulieren und zu bemängeln, dass seine eigenen Angreifer aus den Chancen nichts gemacht hatten. „Ohne Tore kann man eben nicht gewinnen“, klagte der Dorfener Teamchef.
„Noch ist es allerdings eng“, spricht Schongaus Pressesprecher Gerhard Siegl den Rest der Abstiegsrunde für die Lechstädter an, die jetzt neun Punkte haben. Am kommenden Freitag sind sie in Lindau (6 Punkte) zu Gast, und am Sonntag kommt Buchloe, das ebenso erst sechs Punkte hat. Dorfen bleibt auf seinen einzigen drei Zählern sitzen.
Die spielerische Klasse blieb bei der Partie etwas auf der Strecke, vielmehr war Einsatz Trumpf vor 250 Besuchern, die nach dem Faschingstreiben erst einmal einen Zwischenstopp enlegten, um ihre EAS zu unterstützen. Dass lange Zeit keine Tore gefallen sind, war den Keepern Max Bergmann auf Schongauer und Andreas Tanzer auf Dorfener Seite zuzuschreiben. Auch die Überzahlspiele blieben zunächst ungenutzt. Bis die Gastgeber in der 18. Minute doch endlich jubeln durften, als sie soeben ein Überzahlspiel ungenutzt ließen. Noch in Powerplay-Situation jagte Verteidiger Andreas Saal die Scheibe zum 1:0 ins Netz.
Wütende Angriffe der Gäste folgten im zweiten Durchgang, wo Bergmann seine Vorderleute wiederholt im Spiel hielt. In der 25. Minute hatten die Lechstädter für einige Zeit sogar nur drei Feldspieler auf dem Eis. Das Unterzahlspiel brachten sie sicher über die Zeit. In der 31. Minute schloss Sikovic eine sehenswerte Einzelleistung mit dem 2:0 ab.
Weil zwei Tore im Eishockey längst kein beruhigendes Polster sind, mussten sich die EAS-Cracks auch im Schlussdrittel mächtig anstrengen, um den ESC Dorfen nicht aufkommen zu lassen. Auch kam dem Trainer sein großes Aufgebot zugute, das ihm diesmal zur Verfügung stand. Über 60 Minuten gingen die Gastgeber Volldampf.
In der 44. Minute nutzte Matthias Brahmer einen Fehler von ESC-Verteidiger Daniel Kreß zum 3:0. Entschieden war die Partie aber erst nach dem 4:0 in der 50. Minute. Verteidiger Fabian Sing hämmerte die Scheibe von der blauen Linie aus ins Netz.
Die Gangart der Gäste wurde noch härter, doch ließen sich die Lechstädter davon nicht beeindrucken. Nach einer Auszeit nahm EAS-Trainer Kienle seinen Kontingentspieler Sinkovic vom Eis, um ihn zu schützen und für die nächsten Einsätze zu schonen. Denn die EAS braucht noch Punkte. df



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