Hohe Motivation prägte den Spielverlauf im ersten Abschnitt. Jake Morissette hatte gar die erste Möglichkeit für die Gäste, der später ein Pfostenkracher von Andrew Lord folgen sollte. Der Favorit trat erstmals durch einen der typischen Leichtfertigkeiten von Michael Devin in Erscheinung. Der US-Amerikaner ließ sich von Freddy Cabana nach einem Befreiungsschlag der Ravensburger die Scheibe abjagen. Der Torjäger umkurvte das SCR-Gehäuse, doch Markus Keller rettete.
Der Tabellen-Vierte war sichtlich überrascht von der Dichte im SCR-Abwehrverbund. Die Ravensburger hatten es sich wohl leichter vorgestellt gegen das Schlusslicht. Unterstützung unfreiwilliger Art gab’s nach dem ersten Seitenwechsel von Benjamin Barz, dessen überflüssiges Haken an der Mittellinie die erste Unterzahlsituation heraufbeschwor. Die dauerte dann gerade mal neun Sekunden, schon trudelte die Scheibe von der Seite über die Schoner von Keller zum 0:1 durch Christopher Oravec ins Tor.
An der Vorgehensweise der Garmisch-Partenkirchner änderte der Rückstand indes nichts. Morissette hätte sogar um ein Haar den Ausgleich erzielt, als er eine Scheibe parallel zur Torlinie ablenkte. Und auch Lord sorgte für einen Moment für Atemstillstand bei EVR-Goalie Christian Rohde. Der Auftritt des SCR war keineswegs der eines Kellerkindes. Sogar in der Torschuss-Statistik hinkten die Garmisch-Partenkirchner kaum hinterher. Und die Qualität der Angriffe war gleich zweimal nicht übel. Allein ein Treffer fehlte mal wieder.
Nur gut, dass Markus Keller die Doppelchance von Konstantin Schmidt und Marko Friedrich exzellent vereitelte. Ein Zwei-Tore-Rückstand wäre schon verheerend gewesen. Noch einmal wäre der Ausgleich möglich gewesen. Doch was machte Justin Zilla Sekunden vor der Sirene? Er fuhr mutterseelenalleine auf Rohde zu, schoss aber wie schon zuletzt in Heilbronn und Dresden daneben.
Mit Folgen: Noch einmal mussten die Werdenfelser einen frühen Treffer schlucken. Der ging auf die Kappe von Keller. Der Torwart ließ den Schrägschuss von Tomasz Razingar durchrutschen - erst an den Innenpfosten, dann über die Torlinie. SCR-Trainer Toni Krinner sah trotzdem Diskussionsbedarf.
Die Punkte waren damit weg - spätestens als Tim Regan den nächsten Hochkaräter vergab. Radek Krestan traf zum Ende noch ins verwaiste SCR-Gehäuse.
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