SC Riessersee: Toni Krinner zieht positives Fazit nach einer Woche

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    • 22.01.13
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Krinner zieht positives Fazit

Viel Spaß, aber auch viele Baustellen

Garmisch-Partenkirchen - Toni Krinner zieht positives Fazit nach der ersten Woche beim SC Riessersee - Kommt noch ein Spieler?

Bestimmt, aber besonnen: Toni Krinner hat offenbar einen besseren Draht zum Team als Axel Kammerer. foto: Rabuser

Bestimmt, aber besonnen: Toni Krinner hat offenbar einen besseren Draht zum Team als Axel Kammerer. foto: Rabuser

Toni Krinner ist zufrieden: Die erste Woche als Trainer des SC Riessersee bewertet er als „durchweg positiv“. Sportlich wie auch neben dem Eis. „Ich habe mich sofort wohl gefühlt und es hat gleich Spaß gemacht“, versichert er. Und Punkte gab es unter der Regie des 45-Jährigen ja auch gleich zu bejubeln beim 1:0-Erfolg in Dresden. „Wir haben jetzt sechs Drittel gespielt, fünf davon waren in Ordnung, eines war schlecht, das muss man offen sagen.“ Er verweist auf den ersten Abschnitt der Partie gegen Schwenningen. „Das 0:3 hat uns das Spiel gekostet, die Hypothek war zu groß.“

Und dennoch hat die Mannschaft den Trainer überzeugt - auch bei der 2:4-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten. „Sie hat bis zur letzten Minute Einstellung und Bereitschaft gezeigt. Wenn das weiter so tadellos läuft, dann wird sie auch wieder mehr Spiele gewinnen.“ Worte, die Mut machen. Worte, die Krinner aber auch keineswegs falsch verstanden wissen will. „Wir dürfen jetzt nicht von einem Playoff-Platz reden. Das ist Blödsinn, was für Träumer“, stellt er klar.

Wie viel Luft nach oben wirklich in der Mannschaft steckt, das kann auch er nach einer Woche noch nicht sagen. Dass aber allein mit Leidenschaft und Einsatz schon eine ganze Menge zu bewegen sei, das habe die Schwenningen-Partie sehr gut gezeigt. „Nur so haben wir uns auf Augenhöhe mit diesem Team gebracht, das technisch deutlich besser ist.“

Die Bereitschaft, energisch an den Schwächen zu arbeiten, die hat er in seinen ersten Trainingseinheiten schon ausgemacht. „Die Spieler waren sehr aufmerksam. Sie haben gut mitgezogen und versucht, alles best- und schnellstmöglich umzusetzen.“ Zu einer Veränderung im Team rang sich der Coach im Team auch bereits durch: die Zusammenstellung der Verteidiger-Pärchen. „Jared Ross ist doch einer der Erfahreneren. Der muss doch einen Jungen führen“, begründet Krinner die Paarung Ross/Sebastian Eickmann. „Und für Peter Kathan gilt dasselbe. Er führt Pascal Zerressen.“ Bisher trug die Umstellung durchaus Früchte. „Drei Gegentore in zwei Spielen - das vierte gegen Schwenningen ins leere Tor zähle ich nicht -, das passt.“

Einem Thema will er sich in dieser Woche verstärkt annehmen: dem Überzahlspiel. Treffer bei nummerischer Überlegenheit hätten dem SCR auch im Spiel gegen Schwenningen vielleicht etwas mehr ermöglichen können. „Wir finden die Aufstellung, die Scheibe läuft, und es ist ein Abschluss da“, beschreibt er den Ist-Zustand. „Aber wir müssen das Tor treffen und für Verkehr vor dem Kasten sorgen.“ In der ersten Woche seines Engagements beim SCR konnte er dem Powerplay noch nicht soviel Aufmerksamkeit schenken. „Wir hatten ja so viele Baustellen zu besprechen, da war keine Zeit dafür.“

Das alles wird nachgeholt. In dieser Woche gibt es ein wenig mehr Spielraum, denn erst am Sonntag gegen Bremerhaven muss der SCR wieder ran. Freitag ist frei. Zeit, die die Verantwortlichen offenbar auch nutzen, um den Spielermarkt noch einmal zu sondieren. GmbH-Chef Ralph Bader lässt nicht viel raus. „Wir halten Augen und Ohren offen“, gibt er zu. „Alles ist möglich.“ Weiter lehnt er sich nicht aus dem Fenster.

Ein wenig mehr hat er da schon über den neuen Trainer zu sagen. „Es macht alles einen positiven Eindruck. Mir gefällt es, wie er mit den Spielern umgeht. Das wirkt alles sehr besonnen und ruhig.“ Grund zur Euphorie sieht er aber keinen. „Ich will noch nicht zu viel loben. Dazu ist zu wenig Zeit vergangen. Ich bin einfach mal gespannt, wie es weitergeht.“ Zufrieden aber ist auch der Manager - und das war er in den Wochen zuvor nicht mehr allzu oft. (cf)

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