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SCR schafft kleines Wunder: 2:1-Erfolg in Schwenningen nach Penaltyschießen

SCR schafft kleines Wunder

Garmisch-Partenkirchen - Defensivstarker Außenseiter SC Riessersee ringt die Schwenninger Wild Wings im Penaltyschießen mit 2:1 nieder

Defensiv eine Macht: Torhüter Hardi Wild und Verteidiger Alexander Deilert mit vereinten Kräften gegen Schwenningens Dan Hacker. foto. Direvi

Defensiv eine Macht: Torhüter Hardi Wild und Verteidiger Alexander Deilert mit vereinten Kräften gegen Schwenningens Dan Hacker. foto. Direvi

Der SC Riessersee ist die Wundertüte der 2. Eishockey-Bundesliga: Wenn nicht unbedingt mit ihm zu rechnen ist, dann schlägt er wieder zu. So auch am Freitag in Schwenningen. Nach einem harten Kampf holten sich die Garmisch-Partenkirchner im Penaltyschießen zwei Punkte durch ein 2:1 beim großen Ligafavoriten.

Die Verantwortlichen haben alles richtig gemacht. Jeden Druck rausnehmen vor der Partie beim Favoriten, nur keine Erwartungen schüren. Denn wie kommt es dann so oft: Der Underdog muckt ganz schön auf. So war es dann tatsächlich. Natürlich gaben die Wilds Wings den Ton an. Doch sie hatten es mit einem Gegner zu tun, der nicht gewillt war, in Ehrfurcht zu erstarren - anders noch als im Dezember beim 3:9.

Der SCR war von der ersten Minute hellwach. Genauso hatte es Trainer Zdenek Travnicek gefordert. Mit Mann und Maus verteidigten die Oberbayern ihr Tor, das von Hardi Wild einmal mehr überragend abgeschottet wurde. Denn nach ein paar Minuten des Abtastens rollte der Schwenninger Express mit Volldampf an. Dauerfeuer auf Wild gab es Mitte des ersten Abschnitts, doch weder Pierre-Luc Sleigher, noch Jason Pinizzotto oder Matthias Forster konnten Wild überwinden. Forster jubelte gar schon, doch sein Schuss knallte nur an die Unterkante der Latte - kein Tor.

Der SCR lief gelegentliche Entlastungsangriffe und überstand auch zwei Unterzahlspiele mit Bravour. Benjamin Barz hatte nach einem Schuss von Maxi Kastner sogar die Chance abzustauben. Doch er konnte den Puck nicht richtig unter Kontrolle bringen.

Im zweiten Drittel bekam der SCR dann sogar zwei dicke Möglichkeiten. Nach einer Strafzeit lief Brock Sheahan aufs Tor, und dann war Schwenningens Goalie bei einem Schuss von Lubor Dibelka sogar schon geschlagen, Verteidiger Mirko Sacher aber konnte die Scheibe durch den Torraum rutschend noch klären. Schwenningen erhöhte wieder das Tempo. Doch es bedurfte eines Überzahlspiels, dass die Schwenninger den Abwehrriegel der Gäste im Schlussabschnitt dann doch knacken konnten: Peter Boon wuchtete den Puck zur späten Führung in die Maschen. Dem kampfstarken SCR traute man an diesem Abend durchaus zu, noch einmal zurückzukommen. Zunächst sah das aber nicht so gut aus, weil sich die Gäste zwei weitere Strafen einhandelten. Doch in einer dieser Situationen passierte ein kleines Wunder: Dibelka setzte energisch nach, erkämpfte sich im gegnerischen Drittel die Scheibe, sah Sheahan, der von der blauen Linie abzog - und Martinovic überraschte. Da war der Ausgleich, und das nicht unverdient.

Nun waren natürlich wütende Angriffe der Schwenninger programmiert. Sie kamen, doch der SCR überzeugte mit einer bärenstarken Defensivleistung und schaukelte tatsächlich das 1:1 über die Zeit. Dasselbe Bild in der Verlängerung: Schwenningen dominant, aber es gab kein Durchkommen. So wurde der Extrapunkt im Penaltyschießen vergeben: Und da trafen der Reihe nach Florian Vollmer, Sepp Staltmayr und Lubor Dibelka - was für ein Auftritt. Wild hielt den Versuch von Sleigher, damit war die Sache gelaufen. (Heinz Wittmann/cf)

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