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Nur ein Sieg hält das Rennen offen

Bad Tölz - Die Tabellenspitze der Oberliga Süd ist für die Tölzer Löwen noch erreichbar - aber nur, wenn sie am Freitagabend in Peiting nicht verlieren.

Müssen alles geben: Hannes Sedlmayr (li.) und die Tölzer Löwen brauchen gegen Spitzenreiter Peiting – hier mit Thomas Zeck – einen Sieg. Uva/Archiv

Müssen alles geben: Hannes Sedlmayr (li.) und die Tölzer Löwen brauchen gegen Spitzenreiter Peiting – hier mit Thomas Zeck – einen Sieg. Uva/Archiv

Eine Serie wird definitiv durchbrochen: Die Tölzer Löwen haben die letzten fünf Auswärtsspiele gewonnen, Spitzenreiter EC Peiting hat neun Partien vor heimischer Kulisse für sich entschieden. Am Freitagabend muss eines der beiden Teams neustarten, wenn die Löwen bei den Elchen antreten (19.30 Uhr, Peiting). Für die Buam geht es allerdings um noch mehr als nur eine schöne Statistik: Lediglich mit einem Sieg gegen den Spitzenreiter bleibt das Rennen um den Platz an der Sonne zum Abschluss der Vorrunde in der Oberliga Süd offen.

Acht Punkte beträgt derzeit der Rückstand der Löwen auf Position eins. „Ich gehe nicht davon aus, dass sich der ECP noch einen Patzer leistet“, sagt Florian Funk. „Wenn wir heute gegen Peiting verlieren, ist es aus mit Platz eins“, sagt der Tölzer Trainer. Andernfalls reduziert sich der Rückstand auf fünf Zähler. Bei zwei Spielen weniger ist für die Tölzer dann noch alles drin.

Die Spitzenposition ist für die Löwen in zweierlei Hinsicht erstrebenswert: „Erstens sind wir dann Favoriten und gehen mit größtmöglichem Selbstvertrauen in die Play-offs“, stellt Funk klar. Und zweitens habe Tölz dann im Verlauf der Play-offs immer Heimrecht - ein Vorteil zumindest für die Kasse. Denn die Löwen sind vor allem in der Fremde stark. „In der Auswärts-Bilanz sind wir die besten Mannschaft der Liga.“ Peiting dagegen ist die stärkste Heim-Mannschaft. Es deutet sich ein interessanter Schlagabtausch zwischen Verfolger und Spitzenreiter an.

Beide Teams sind sich von der Spielweise her ähnlich. „Peiting und wir schießen viele Tore und bekommen wenige“, sagt Funk. Auch die Bilanz in dieser Saison ist ausgeglichen: es steht 3:3. Im direkten Vergleich komme es vor allem auf die Tor-Reihenfolge an, meint der Trainer, der damit rechnet, dass das Spiel lange eng bleibt. „Setzt sich eine Mannschaft mit zwei Toren ab, dürfte das Spiel gelaufen sein.“ Damit das sein Team ist, müssen seine Schützlinge aggressiv spielen, die Scheiben schnell nach vorne bringen.

Personell spricht nichts gegen dieses Vorhaben, obwohl einige Tölzer in die DEL abgestellt werden, krank oder verletzt sind. „Aber wir bekommen 20 Spieler zusammen, das reicht“, sagt Funk. Den Nürnberg Ice-Tigers stellt er Ersatz-Torhüter Forian Riesch sowie Stürmer Yasin Ehliz zur Verfügung. Verletzt fehlen Pascal Sternkopf und Markus Ritschel, Martin Leismüller ist krank, auch Yanick Dubé ist gesundheuitlich angeschlagen. „Ich gehe aber davon aus, dass er spielt“, sagt Funk. Sonst muss er die erste Offensiv-Reihe der Löwen ein wenig umstellen. In Frage für den Angriff käme Kapitän Christian Urban, den Funk ursprünglich für die erste Defensiv-Reihe eingeplant hat: „Zur Not spielen wir mit sieben Verteidigern.“

(Nick Scheder)

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