Vorne passt’s: Der zweite Sturm mit Sebastian Deml präsentierte sich in Sonthofen bärenstark. foto: Christoph Specht

Offensiv stark - defensiv ausbaufähig

Miesbach - Im Kampf um den Einzug in die Zwischenrunde wird es bis zum letzten Spieltag spannend bleiben. Dem TEV Miesbach ist in Sonthofen keine Überraschung geglückt.

Allerdings zogen sich die Kreisstädter trotz einer 4:8-Niederlage beim Klassenprimus achtbar aus der Affäre. „In Sonthofen muss man erst einmal vier Tore schießen. Nach vorne haben wir sehr druckvoll gespielt, aber hinten zu viele individuelle Fehler gemacht“, resümiert Trainer Markus Wieland.

Schon bei der Abfahrt gab es im Spielerbus für ihn die erste Überraschung. Andreas Veicht, der nach seinem Armbruch erst wieder seit einer Woche auf dem Eis steht, meldete sich einsatzbereit. Sein Debüt gab zudem Markus Seiderer. Der junge Stürmer war vor Kurzem aus Bad Aibling zu den Junioren des TEV gewechselt und lief nun erstmals in der Bayernliga auf. Mit Veicht und Tobias Sterba bildete er den dritten Angriff. „Er hat seine Sache sehr ordentlich gemacht, sich allerdings im zweiten Drittel am Fuß verletzt“, berichtet Wieland.

Die Miesbacher kamen auch gut ins Spiel. Vor allem der zweite Sturm mit Dennis Martindale, Sebastian Deml und Florian Zeller wusste zu gefallen. „Florian Zeller hat hervorragend gespielt, er war wie ausgewechselt“, sagt Wieland über den Angreifer, der zuletzt mehrmals in der Kritik gestanden hatte.

Mario Jann brachte den TEV sogar in Führung. „Da hatte man das Gefühl, es könnte etwas gehen“, berichtet Wieland. Doch dann zeigte Sonthofen, dass es zu Recht auf dem ersten Tabellenplatz steht. Durch zielstrebige Angriffe drehten die Hausherren die Partie wenig später. Das 2:1 nach dem ersten Abschnitt täuschte aber darüber hinweg, dass es eigentlich die Miesbacher waren, die die besseren Chancen hatten. So scheiterten aber Jann, Martindale und Alan Reader in aussichtsreicher Position beziehungsweise bei Alleingängen. „Bis dahin war es ein offenes Spiel. Aber dann war in der Abwehr der Abstand zu groß. Wir haben Sonthofen zu viel Raum gelassen“, erklärt Wieland.

Dies bestraften die Allgäuer eiskalt und zogen, bei einem zwischenzeitlichen Powerplay-Treffer von Zeller, auf 6:2 davon. Der TEV gab sich aber noch nicht geschlagen und kam noch einmal heran. Zu einem Punktgewinn reichte es letztlich nicht mehr - zu abgeklärt und ausgeglichen präsentierte sich das Heim-Team, das das Ergebnis locker über die Zeit schaukelte.

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