Eine Woche bleibt dem TEV Miesbach noch, um sich auf das letzte Wochenende der Bayernliga-Vorrunde vorzubereiten. Dann geht es um alles. In den Spielen bei den Bayreuth Tigers (Freitag, 25. Januar) und zu Hause gegen den EHC Waldkraiburg (Sonntag, 27. Januar) haben es die Kreisstädter selbst in der Hand, den Einzug in die Zwischenrunde perfekt zu machen. Aktuell ist der TEV Tabellen-Neunter, punktgleich mit dem Zehnten Höchstadt und drei Zähler vor dem EV Lindau. Die ersten zehn Teams schaffen den Sprung in die Zwischenrunde, der Rest spielt eine sportlich belanglose Abstiegsrunde, die die Verantwortlichen des TEV tunlichst vermeiden wollen. Dafür müssen aus den verbleibenden beiden Spielen mindestens vier Zähler her, denn bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich. Und der spricht jeweils gegen den TEV.
„Die Stimmung ist gut, wir werden alles geben“, verspricht Kapitän Sebastian Deml. Und auch Markus Busch bestätigt das positive Klima in der Mannschaft. „Alles andere wäre ja auch kontraproduktiv, betont der Verteidiger. Zuversicht schöpfen die Miesbacher vor allem aus der personellen Situation, die sich nach verletzungsreichen Wochen allmählich entspannt. „Bis dahin sind alle fit“, bringt es Tobias Sterba auf den Punkt. „Wir freuen uns auf die beiden Spiele.“
Dabei stehen die Miesbacher allerdings gehörig unter Druck: Vor der Saison zählte der TEV zu den Top-Favoriten für die vorderen Plätze. „Der Druck ist für mich nicht belastend, sondern eher motivierend“, erklärt Sterba. „Die älteren Spieler kennen diese Situation, und die Jungen ziehen voll mit. Bis jetzt ist keine Nervosität erkennbar.“ Busch fordert: „Druck haben wir schon die ganze Saison. Ich hoffe, dass wir etwas Lockerheit mit ins Spiel nehmen können, wir haben ja immer noch alles selbst in der Hand.“ Auch Deml nimmt die Ausgangssituation gelassen: „Den Druck haben wir ja in jeder Begegnung. Für mich sind es zwei Spiele, wie jedes andere, aber wir müssen aufpassen, dass wir die Drucksituation nicht im Hinterkopf haben. Sonst kann so etwas in die Hose gehen.“
Trainer Markus Wieland bereitete sein Team diese Woche gezielt auf den Endspurt vor. „Wir haben überwiegend Kraft, Kondition und den Spielaufbau in den Reihen trainiert“, berichtet Sterba. „Der Feinschliff kommt dann nächste Woche.“
Der Optimismus ist groß im Miesbacher Lager. Doch das war er eigentlich vor jedem Spiel, dennoch folgten reichlich negative Ergebnisse. Nun gilt es für die Mannschaft, Taten folgen zu lassen. Mit einem Unentschieden in Bayreuth könnte schon einmal der Grundstein gelegt werden. „Wir haben alles besprochen, das müssen wir jetzt im Spiel umsetzen“, sagt Kapitän Deml. „Wir dürfen einfach nicht mehr so viele Fehler machen.“ Genau genommen dürfen sie gar keine machen. Denn das hätte eine der schlechtesten Saisonen der jüngeren Vergangenheit zur Folge. (ts)












