TEV Miesbach
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Bissig: Routinier Alan Reader bereitete zwei Tore vor. Er hatte damit maßgeblichen Anteil am 3:1-Erfolg des TEV.

Eishockey: Bayernliga

Miesbach wieder im Rennen

Miesbach - Der TEV Miesbach hat gegen den TSV Peißenberg Moral gezeigt und einen Rückstand in einen 3:1-Heimsieg gedreht. Die Chance auf das Bayernliga-Halbfinale ist noch da.

Mit einem starken Endspurt gegen den TSV Peißenberg hat der TEV Miesbach seine Chance auf den Einzug ins Halbfinale der Bayernliga gewahrt. Allerdings deutete im sechsten Spiel der Zwischenrunde nach 50 Minuten noch alles auf das vorzeitige Aus hin.

Peißenberg führte durch einen Treffer Mitte des zweiten Abschnitts lange mit 1:0. Wieder einmal erspielte sich der TEV viele gute Tormöglichkeiten, doch im Abschluss fehlte die Konsequenz – außer in der Schlussphase. In der 54. Minute zog Andreas Veicht in Überzahl ab, und der Puck kullerte dem bis dahin starken Peißenberger Keeper zwischen den Beinen hindurch zum 1:1 ins Netz.

Die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt bereits stehend K.O.. Als dann ein Peißenberger eine Zeitstrafe kassierte und TEV-Kapitän Sebastian Deml in der 58. Minute traf, schien der Spielstand endgültig gedreht. Doch die Schiedsrichter gaben den Treffer nicht. Miesbachs Trainer Markus Wieland setzte nun alles auf eine Karte.

Er nahm beim Stand von 1:1 den fehlerfreien Keeper Anian Geratsdorfer zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Dieser Schachzug zahlte sich aus. Vom Bully weg kam die Scheibe zu Mario Jann. Der hämmerte den Puck mit einer Direktabnahme zum 2:1 in die Maschen. Der Knoten war geplatzt, und Florian Zeller machte beim nächsten Angriff mit dem 3:1 alles klar.

Letztlich war es ein verdienter Erfolg, denn die Miesbacher hatten mehr Spielanteile und Chancen als Peißenberg. Ein Sonderlob verdienten sich beim TEV diesmal vor allem die jungen Cracks. „Wir hatten viele Verletzte“, sagt Wieland. „Aber die jungen Spieler haben ihre Sache sehr gut gemacht.“ Mit Stefan Mechel wurde auch ein Junioren-Verteidiger zum Spieler des Tages gewählt.

Was Wieland wenig gefiel, war wieder einmal die schlechte Chancenverwertung. „Uns fehlt einfach der letzte Zug zum Tor, das habe ich der Mannschaft schon in der ersten Pause gesagt“, moniert er. „Es war ein harter Kampf, aber jetzt haben wir alles in der eigenen Hand.“

Währenddessen hatte Peißenbergs Spartenleiter Rudi Mach schnell eine Erklärung, warum seiner Truppe am Ende die Kraft ausging: „Die jungen Spieler haben am Samstag bei den Junioren gespielt, und die haben die Bayernliga-Meisterschaft gefeiert.“ Den Miesbachern kam das gerade recht. Sie können am nächsten Wochenende mit zwei Siegen den zweiten Platz aus eigener Kraft erreichen. In Pfaffenhofen brauchen sie dazu einen Erfolg mit zwei Toren Unterschied, um den direkten Vergleich für sich zu entscheiden. Gelingt am Sonntag noch ein Dreier gegen Buchloe, steht der Halbfinaleinzug fest.

Thomas Spiesl

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