„Das nehmen uns die Miesbacher richtig übel“

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    • 22.08.13
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„Das nehmen uns die Miesbacher richtig übel“

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Bad Tölz - Schüler-Trainer Sebastian Fottner verteidigt die Vereinswechsel-Politik des EC Bad Tölz: „Wir wollen nicht nur mithalten, sondern oben dabei sein.“

Auf seine Vorgaben hört die Schüler-Mannschaft: Sebastian Fottner, Nachwuchs-Trainer beim EC Bad Tölz. foto: hst

Auf seine Vorgaben hört die Schüler-Mannschaft: Sebastian Fottner, Nachwuchs-Trainer beim EC Bad Tölz. foto: hst

Heftige Kritik muss der Tölzer Schüler-Trainer Sebastian Fottner einstecken. Dieter Taffel, Vorsitzender des TEV Miesbach, wirft ihm vor, den Lokalrivalen denunziert zu haben. Fottner habe dem TEV vorgeworfen, schlechte Nachwuchsarbeit zu leisten. (siehe Bericht oben). Die Kritik entzündet sich an einem Interview, das auf der Löwen-Homepage veröffentlicht wurde. Darin sagte Fottner wörtlich: „Früher sind Spieler etwa aus dem Miesbacher Raum nach Rosenheim gegangen. Das hat sich geändert. Diese Leute orientieren sich inzwischen nach Tölz. Es hat sich herumgesprochen, dass hier optimale Bedingungen herrschen und einfach die bessere Nachwuchsarbeit geleistet wird.“ Der Tölzer Kurier fragte bei Fottner nach, ob er die Kritik des TEV-Vorsitzenden nachvollziehen kann.

-Leistet der TEV Miesbach schlechte Nachwuchsarbeit?

Nein. Den Satz in dem Interview habe ich niemals als Kritik an den Miesbachern verstanden. Ich wollte nur sagen, dass Spieler bei uns besser aufgehoben sind, weil sie bei uns auf einem gehobeneren Niveau trainieren können. Wir haben hier mehr Nationalspieler. Früher sind Miesbacher nach Rosenheim gewechselt, jetzt wechseln sie nach Tölz. Spieler aus Peißenberg sind früher eher nach Garmisch gegangen, jetzt fahren sie auch zu uns rüber. Wir stehen seit elf Jahren mit den Schülern an der deutschen Spitze, und deshalb sammeln sich hier die guten Spieler aus der Umgebung.

-Was den Miesbachern sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass Tölz und Miesbach in derselben Liga spielen. Es gibt also keinen Grund zu wechseln.

Die Miesbacher ärgern sich vor allem, dass Lukas Leitner und Tobias Steiger zu uns gekommen sind. Yanick Dubé hat sie als Verbandstrainer angesprochen. Dafür hat er schon einen Dämpfer gekriegt. Das Problem ist: Wir haben zu wenige gute Spieler aus dem 1999er-Jahrgang, und auch wir müssen schauen, wo wir bleiben. Das nehmen uns die Miesbacher richtig übel.

-Haben Sie dafür Verständnis dafür?

Ja, ich kann sie verstehen. Sie wollen die Schüler-Bundesliga halten.

-Könnte Tölz ohne Gastspieler in der Bundesliga mithalten?

Auf alle Fälle. Wir wollen aber nicht nur mithalten, sondern oben dabei sein. Und zwar nicht nur bei den Schülern, sondern auch in der DNL und mit den Tölzer Löwen. Wir möchten so viele gute Spieler wie möglich rausbringen. Es war eine Ausnahme, dass Yanick zwei Spieler angesprochen hat. Normalerweise regeln das die Spieler untereinander. Wir Trainer mischen uns da gar nicht ein.

-Wenn ein Spieler dann sagt: Da will einer mittrainieren...

... dann sagen wir Trainer natürlich nicht nein. Wir haben uns aber darauf geeinigt, dass wir keine Spieler aktiv abwerben - im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen. Insofern sind wir human.

-Werden Sie nach diesem Konflikt keine Spieler des TEV Miesbach mehr aufnehmen?

Bis vor ein paar Jahren haben wir gesagt: Wir lassen die guten Spieler bei den Nachbarvereinen. Und was hat es uns gebracht? Die guten Spieler sind nicht nach Tölz gegangen - sondern nach Rosenheim, nach Berlin, überall hin. Jetzt sagen wir klipp und klar: Wenn ein Spieler kommen will und er hat das nötige Niveau, dann nehmen wir ihn. Mit diesem System fahren wir sehr gut. Und wir werden es so beibehalten.

-Welcher Spieler ist abgewandert, weil ihn der EC Bad Tölz nicht aufgenommen hat?

Ein gutes Beispiel ist Dominik Gräubig, Nachwuchs-Nationaltorwart aus Geretsried. Wir haben ihm gesagt: Er soll bei unserem Nachbarverein Geretsried bleiben. Und was hat er gemacht? Er ist nach Miesbach gegangen und weiter nach Rosenheim. Er hat uns gesagt: „Vor einem Jahr habt Ihr mich nicht gewollt - und jetzt soll ich zu Euch gehen?“ Inzwischen fängt Gräubig für die Eisbären Berlin. Die Wechselbereitschaft der Spieler ist enorm hoch. Sie sind bereit, weit zu fahren und umzuziehen. Es ist nicht mehr so, dass man nur noch für seinen Verein da ist.

-Der Miesbacher Markus Wieland schlägt vor, dass der Verband die Wechsel im Nachwuchsbereich einschränken soll. Was halten Sie davon?

Wie soll der Verband das schaffen? Soll man einem Spieler von einem unterklassigen Verein verbieten, dass er durch einen Vereinswechsel besser wird? Das ist für mich nicht durchsetzbar. Mit einer Einschränkung würde man den einzelnen Spielern schaden und damit auch dem deutschen Eishockey.

Das Gespräch führte Patrick Staar.

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