Eine Vorentscheidung ist gefallen: Die Tölzer Löwen kämpfen weiter um die vorderen Plätze in der Oberliga mit. Nach dem 5:2-Sieg in Deggendorf, und weil sich Tabellennachbar Klostersee zeitgleich gegen Schlusslicht Schweinfurt eine 3:4-Schlappe leistete, sind die Buam zurück auf Rang vier. Mit dem Auftritt in Deggendorf war Trainer Florian Funk sehr zufrieden. „Ein gutes Spiel, wir waren klar besser, haben sogar einige Chancen vergeben und verdient gewonnen.“
Die Löwen, die ohne die erkrankten Yanick Dubé und Christoph Fischhaber antraten, wussten um die Bedeutung der Partie. Sie gaben Gas von Beginn an. „Vielleicht waren wir sogar etwas zu offensiv eingestellt“, meint Funk. Marco Pflegers frühen Treffer egalisierte Christian Neuert für die Gastgeber postwendend. Doch wenig später brachten Josef Kottmair und ein diesmal stark und fehlerfrei spielender Tim Schüle die Löwen in doppelter Überzahl mit 3:1 in Führung. „Anschließend haben wir versäumt, den Sack gleich zuzumachen“, bekrittelt der Trainer. Das Mitteldrittel blieb torlos - trotz dominanter Gäste. „Wir haben ein paar Strafzeiten zu viel kassiert, in Unterzahl hat es teilweise ganz schön gebrannt“, räumt der Löwen-Trainer ein. Torfrau Viona Harrer bekam einiges zu tun, hielt ihren Kasten aber sauber.
Erst Schlitzohr Thomas Merl sorgte für die Entscheidung. Wieder einmal mit einem Bauerntrick düpierte er Fire-Torhüter Sandro Agricola - in Unterzahl - und brachte die Löwen auf 4:1 in Front. „Mit der Führung dürfen wir uns aber nicht auskontern lassen“, kommentiert Funk Nicolas Sochatskys Anschlusstreffer. Der Tölzer Sieg war trotzdem nie in Gefahr. Erneut Merl traf aus drei Metern ins leere Tor, nachdem Agricola seinen Kasten zu Gunsten eines sechsten Feldspielers geräumt hatte.
„Es hat sich gelohnt, dass wir 19 Spieler zusammengebracht haben“, meint Funk. Den Löwen fehlen jetzt auf den Tabellendritten Regensburg fünf Punkte. Ein direktes Duell steht kommenden Freitag an. (Nick Scheder)













