Eishockey Tölzer Löwen: „So viel Hin und Her - fürchterlich“

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    • 02.07.12
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„So viel Hin und Her - fürchterlich“

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Bad Tölz - Förderlizenzen werden nicht im Eilverfahren eingeführt. Der Aufstieg derv Tölzer Löwen ist trotzdem nach wie vor möglich.

Geduldsprobe für Fans: Ob die Anhänger der Tölzer Löwen in der kommenden Saison Oberliga- oder Zweitliga-Eishockey in der Hacker-Pschorr-Arena sehen, ist nach wie vor ungeklärt. foto: uva-press

Geduldsprobe für Fans: Ob die Anhänger der Tölzer Löwen in der kommenden Saison Oberliga- oder Zweitliga-Eishockey in der Hacker-Pschorr-Arena sehen, ist nach wie vor ungeklärt. foto: uva-press

Eishockey könnte so eine einfache Sportart sein. Wer der Beste in einer Liga ist, steigt auf. Wenn sich die Vereine treffen, wird ein Beschluss gefasst. Doch Eishockey ist keine einfache Sportart. Die Zweitligisten schafften es nicht, zu den Förderlizenzen eine Entscheidung zu treffen. Und so geht das bizarre Schauspiel um den möglichen Aufstieg der Löwen in die nächste Runde. „So viel Hin und Her - fürchterlich“, sagt ECT-Präsident Josef Hintermaier. „Allmählich macht es wirklich keinen Spaß mehr.“

Gestern Vormittag gab es für die Löwen einen Rückschlag im Kampf um den Aufstieg. ESBG-Geschäftsführer Alexander Jäger teilte mit, dass es keinen so genannten „Umlaufbeschluss“ geben wird: Mit solch einem Beschluss hätten die in der ESBG organisierten Zweitligisten im Eilverfahren die Rückkehr zur Förderlizenz-Regelung beschließen können, ohne dass eine Gesellschafter-Versammlung nötig ist. Für die Tölzer Löwen sind Förderlizenzen die Voraussetzung, den Aufstieg stemmen zu können. „Es hat aber kein Zweitligist solch einen Antrag auf Umlaufbeschluss gestellt“, sagt Jäger. „Keiner der Clubs sieht eine Chance auf eine Mehrheit.“ Kein Umlaufbeschluss, keine Förderlizenzen, kein Löwen-Aufstieg? So einfach ist die Situation nicht. „Ich habe den ganzen Tag wie wahnsinnig rumtelefoniert, um herauszufinden, was es bedeutet, dass es keinen Umlaufbeschluss gibt“, sagt Hintermaier. Auch der sportliche Berater Franz Fritzmeier zapfte sämtliche Informationsquellen an. Vergeblich. „Das Durcheinander hängt wahrscheinlich mit den Querelen zusammen, die es momentan in der ESBG gibt“, mutmaßt Hintermaier. Auch ein Telefonat mit DEB-Präsident Uwe Harnos gestern Abend brachte keinen Aufschluss. Was Hintermaier nach stundenlangen Recherchen herausgefunden hat: Beim Verbandstag am Samstag hätten sich die Zweitligisten wohl darauf geeinigt, dass es keinen Umlaufbeschluss geben wird. Stattdessen soll noch mal über Förderlizenzen gesprochen werden. Unklar ist, wann. Möglicherweise gestern Abend (nach Redaktionsschluss). Möglicherweise aber auch am Mittwoch, wenn sich die Zweitligisten das nächste Mal treffen. Ein geeigneter Termin wäre auch die Gesellschafter-Versammlung am 18. Juli: „Aber da stehen Förderlizenzen nicht auf der Agenda“, sagt Jäger. „Da wird nur über den Modus diskutiert.“

„Normalerweise heißt es: ,Vor Gericht und auf See ist man in Gottes Hand‘“ sagt Hintermaier. „Man könnte auch sagen: ,Vor Gericht und bei der ESBG ist man in Gottes Hand.‘“ Die Tölzer Löwen hätten ihre Lizenzierungs-Unterlagen abgegeben, „jetzt warten wir auf eine verbindliche schriftliche Stellungsnahme.“ Alexander Jäger fände es jedenfalls‘„unglaublich schade“, wenn die Löwen nicht aufsteigen: „Ich hoffe nach wie vor darauf.“

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