Yanick Dubé jagd den nächsten Vereinsrekord

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    • 22.02.13
    • Tölzer Löwen
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Drei Scorerpunkte fehlen zum Vereinsrekord

Dubé, der Rekordjäger

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Bad Tölz - Den wohl schnellsten Treffer der Vereinsgeschichte und die meisten Tore hat er schon. Jetzt bricht Löwen-Stürmer Yanick Dubé bald den nächsten Rekord: die meisten Scorerpunkte für den ECT.

Bald hat er ihn: Drei Zähler fehlen Yanick Dubé  auf Petr Tatíceks Rekord (645 Punkte).

Der eine groß, der andere klein. Petr Tatícek Verteidiger, Yanick Dubé ein Stürmer. Und beide mit einem ordentlichen Schlagschuss-Hammer gesegnet. Und noch eines vereint die beiden Eishockey-Spieler: Sie haben die meisten Scorer-Punkte für den Tölzer Eisclub erzielt. Noch hält der Tscheche, der von 1990 bis 1998 für den ECT spielte, die Bestmarke mit 645 Zählern. Doch Dubé könnte den Rekord schon an diesem Wochenende brechen: Der Löwen-Stürmer hat es in seiner jetzt neunten Saison bei den Buam auf 642 Punkte gebracht.

Die beiden kennen sich nicht. Dubé begann 1998 in Tölz, als Tatícek gerade zum EHC Bad Aibling gewechselt war. „Ich habe ihn nur einmal in der Schweiz getroffen, da haben wir aber über andere Dinge geredet“, erinnert sich Dubé. Doch er hat großen Respekt vor dem Tschechen. „Als Verteidiger die Bestmarke aufgestellt - Hut ab.“

© Arndt PröhlDamit auch der Sohn auf Rekord-Jagd gehen kann: Yanick Dubé hat in seinem Keller eine Eisfläche aus Plastik installiert, die Samuel (10) zum Training nutzt.

Fällt der Rekord, gibt es einen weiteren Unterschied zu Tatícek: Dubé ist dann der einzige ECT-Spieler, der zwei Vereins-Rekorde hält. Die meisten Tölzer Tore hat er auch schon geschossen. Zählt man den vermutlich schnellsten Treffer der Vereinsgeschichte dazu - bereits nach fünf Sekunden schlug es 2012 im ersten Play-off-Spiel gegen Halle ein, hält Dubé sogar drei Bestmarken. „Wenn ich den Scorer-Rekord auch noch breche, ist es schon etwas, auf das ich stolz bin“, sagt der 38-Jährige.

Der Titel ist ihm fast mehr wert als der des erfolgreichsten Torjägers. „Toreschießen ist schön“, sagt Dubé. „Aber ohne Vorbereitung gäbe es viel weniger Tore.“ Durch kluge Pässe und gute Übersicht kann er andere Spieler in Szene setzen. Als Spielmacher, als den er sich sieht, „profitieren mehr andere Spieler von dir“.

Noch in den 1970er-Jahren sei das anders gewesen. „Da kam die Scheibe meist von hinter dem Tor, und der Stürmer musste nur vollstrecken“, sagt Dubé. Mittlerweile funktioniert das nur noch selten. Die Partien sind taktischer, Einzelaktionen verlieren an Bedeutung. „Die Scheibe ist mehr in Bewegung, das Spiel schneller, gute Pässe sind wichtiger“, sagt Dubé. Eben jemand, der die Tore vorbereitet. Bei den Zuschauern stehen die Torschützen am höchsten im Kurs. „Durch Tore gewinnt das Team“, sagt Dubé. „Aber für die Experten sind gerade die Aktionen wichtig, die zu Toren führen.“

Was gehört dazu, um auf 642 Scorerpunkte zu kommen? „Gute Mitspieler“, sagt Dubé. Beste Erinnerungen in dieser Hinsicht hat er an Florian Keller und Sven Valenti. „Wir haben sehr gut harmoniert.“ Dubé war in dieser Reihe gefürchteter Torjäger, brachte es in zwei Saisons von 1999 bis 2001 auf 66 Treffer - aber auch auf 89 Vorlagen. Doch auch aktuell, mit Hannes Sedlmayr als Sturmpartner, gibt es für Dubé keinen Grund zu klagen. „Der ideale Partner eines Spielmachers ist einer, der schnell im Kopf ist, mitdenkt und mitläuft „und deshalb meine Pässe bekommt“, sagt Dubé. Das funktioniere mit Sedlmayr mittlerweile bestens.

Eine weitere Steigerung ist traditionell im Hinblick auf die Play-offs zu erwarten. Da bedarf es des zusätzlichen Ansporns in Form der Bestmarke gar nicht. „Wir sind allmählich schon im Play-off-Modus“, sagt Dubé. „Ich habe im Spiel nicht den Rekord im Kopf, sondern vor allem die Punkte, die wir brauchen.“

Einen weiteren Rekord zu knacken, werde schwierig, meint Dubé. Den Tölzer Strafbankkönig Benedikt Huß (755 Minuten) abzulösen, ist für den ausgewogenen Dubé mit seinen gerade einmal 171 Strafminuten wohl unmöglich. Er hält es auch nicht für erstrebenswert. Und für die Bestmarke der meisten Punktspiele für den ECT (Florian Zeller, 622) müsste Dubé noch ein paar Saisons dranhängen: Gut 200 Spiele fehlen ihm noch. „Das wird wahrscheinlich nichts mehr.“

Dubé weiß, wann es Zeit zum Aufhören ist. „Ich hatte zwar mein Leben lang nur Eishockey im Kopf“, räumt der Deutschkanadier aus Chandler/Quebec schmunzelnd ein. Doch wenn er merkt, dass andere schneller sind, dass er an manche Scheibe nicht mehr herankommt, würde er es sein lassen. „Aber solange ich dem Team mehr helfe, als ihm Probleme zu bereiten, spiele ich gerne weiter.“

Auch seine Zukunft sieht Dubé im Eishockey. Schon jetzt bildet er den Nachwuchs beim ECT aus - auch den eigenen. Mit seinem Sohn Samy trainiert er im Keller seines Hauses in Tölz. Den hat er mit einer künstlichen Eisfläche aus Plastik ausgekleidet, auf der Scheibe und Schlittschuhe gut rutschen. Er hat auch ein Angebot als Co-Trainer bei einem Schweizer B-Ligisten bekommen. Das hat er aber abgelehnt. „Ich möchte solange es geht für Tölz spielen.“

Und Punkte sammeln. Erst vor kurzem hat er zu zählen angefangen, wie viele ihm noch fehlen. „Das geht jetzt“, sagt Dubé und grinst. „Drei kann ich mir merken.“

Nick Scheder

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