Miesbach - Langsam, aber sicher arbeitet sich der TEV Miesbach in der Tabelle nach oben. Vor allem zu Hause sammelt die Mannschaft fleißig Punkte. Nur die Chancenverwertung stimmt in dieser Saison nicht wirklich.
„Wir schauen nur uns auf uns, nicht auf den Gegner“, sagt Beppo Schlickenrieder. Doch dann erwischt sich der Trainer des Eishockey-Bayernligsten TEV Miesbach dabei, wie er es doch tut. Denn das Hinspiel gegen den ESC Dorfen war für den 53-Jährigen das erste als Coach. „Wir waren 50 Minuten besser und haben verloren.“ Ein Wechselfehler, der aus Sicht der Miesbacher keiner war, bescherte den Dorfnern 80 Sekunden vor Schluss das vorentscheidende 3:1, weil Chad Anderson den fälligen Penalty verwandelte. „Wir haben noch was gut zu machen.“
Den Siegtorschützen aus dem Hinspiel sollte der TEV am Freitagabend (20 Uhr) auf keinen Fall aus den Augen verlieren. Der Kanadier Anderson ist drittbester Scorer sowie Torschütze der Liga. Aber verteidigt haben die Miesbacher in den zurückliegenden Wochen meistens gut. Das Problem liegt eher auf der anderen Seite. „Ich hätte nichts dagegen, wenn wir unsere Chancen mal etwas konsequenter nutzen würden“, sagt Schlickenrieder. Seit dem 11:1-Erfolg gegen Nürnberg Anfang Dezember hat der TEV in sechs Spielen genauso viele Tore geschossen wie in der einen Partie gegen den Vorletzten. In Königsbrunn blieb Schlickenrieders Mannschaft sogar ganz ohne Treffer. Bisher 73 Saisontore sind einfach zu wenig. Nur vier Bayernliga-Mannschaften haben weniger erzielt. „Wenn man die elf Treffer gegen Nürnberg abzieht, haben wir sogar ein komplett ausgeglichenes Torverhältnis.“
Personell kann Schlickenrieder am Freitag fast aus dem Vollen schöpfen. Tobi Sterba muss zwar noch das letzte Spiel seiner Sperre absitzen, doch Kapitän Florian Leitner ist nach seiner Leistenverletzung zurück. Und überhaupt: In sechs der letzten sieben Heimspiele siegte der TEV. (cf)



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