Schongau - Es hätte auch ein Sieg werden können. Aber das Wunder ist dann doch ausgeblieben: Mit 3:4 (0:0, 2:1, 1:2, 0:1) unterlag die Eishockey-Truppe der EA Schongau im Landkreis-Derby der Bayernliga beim TSV Peißenberg. Erst im Penaltyschießen mussten sich die Lechstädter geschlagen geben, nachdem sie schon mit 3:1 aussichtsreich vorne lagen.

Jubel bei der EA Schongau: Julius Sinkovic (rechts) brachte die Lechstädter in Peißenberg mit 1:0 in Führung. foto: rh
Die Favoritenrolle war im Vorfeld der Partie klar. Es durfte nur einen Sieger geben, und das waren die gastgebenden Peißenberger. Doch der Aufsteiger hätte Trainer Stanislav Meciar und seinen Cracks den schönen Eishockey-Abend vor der super Kulisse von nahezu 900 Besuchern beinahe verdorben. „Von einem Unterschied der satten 36 Punkte war nichts zu spüren, und im zweiten Durchgang strapazierten die Eishackler reichlich das Glück, um im dritten Durchgang den Zusatzpunkt im Penaltyschießen zu erreichen“, lobte Schongaus Pressesprecher Gerhard Siegl das Gästeteam.
Die Eishockey-Anhänger mussten sich in Geduld üben. Erst mit gut 20 Minuten Verspätung wurde die Partie angepfiffen, weil die Schiedsrichter aus Niederbayern im Stau steckengeblieben sind. In Abwesenheit der verhinderten Oliver Göckner und Verteidiger Michael Hübl nutzte EAS-Trainer Robert Kienle das vorletzte Spiel vor Beginn der Abstiegsrunde, um alle seine Cracks einzusetzen. Er hatte schließlich nichts zu verlieren. Teilweise brachte Kienle vier Reihen.
Torsteher Max Bergmann wurde zum Rückhalt, als die EAS im Schlussdrittel zweimal in Unterzahl spielte. Wieder komplett, schloss Marius Klein nach einem langen Zuspiel ein Solo mit dem 1:3 (50.) ab. Jetzt bahnte sich eine echte Sensation an. Nachdem die Peißenberger auf 2:3 (52.) verkürzt hatten, versäumten die Gäste in der 56. Minute ein viertes Tor. Im Gegenzug gelang Florian Barth der 3:3-Ausgleich. Damit rettete er seine Mannschaft in die Verlängerung, in der Peißenberg Fortuna zur Seite stand.
Beim Penaltyschießen trafen für die EAS Bastian Grundner und Sinkovic, für Peißenberg Kopecky und Florian Barth. In der zweiten Runde scheiterte Schongaus Markus Schneider, während Kopecky die Gastgeber zum Sieger machte. So blieb Siegl die Erkenntnis: „Die Leistung unserer Mannschaft passte für die kommende Abstiegsrunde. Nur das Glück hat uns wie in der ganzen Saison im Stich gelassen.“ Spielerisch hielt die Mannschaft von EAS-Trainer Robert Kienle mit den favorisierten Peißenbergern, die die Zwischenrunde schon vorher sicher hatten, allemal mit. df



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