Hochbetrieb vor dem Erdinger Tor: Goalie Timon Ewert und seine Vorderleute hatte alle Hände voll zu tun. Foto: herkner
+
Hochbetrieb vor dem Erdinger Tor: Goalie Timon Ewert und seine Vorderleute hatte alle Hände voll zu tun.

Zwei Sekunden kosten den Sieg

Ausgleich kurz vor Schluss: Gladiators im Pech

Erding - Mit 5:6 Toren (1:3, 4:1, 0:1, 0:0, 0:1) haben die Erding Gladiators gegen den EV Füssen das letzte Heimspiel vor der Abstiegsrunde nach Penaltyschießen verloren.

441 Zuschauer sahen eine wacker kämpfende Erdinger Truppe, die bei der 5:6-Niederlage nach Penaltyschießen anfangs nicht nur gegen die Allgäuer spielten.

„Selbst meine Bekannten aus Füssen schüttelten über die Entscheidungen von Schiedsrichter Adam Niejodek den Kopf“, sagte TSV-Sprecher Christian Seeling. Er ärgerte sich über Entscheidungen, die die Gladiators im ersten Abschnitt ins Hintertreffen brachten. Beim 0:1 hatte der Unparteiische aber keine Schuld. Vielmehr kassierten die Gastgeber in Überzahl das 0:1. John Gordon hatte mit einem Alleingang die Gladiators schlecht aussehen lassen. Die Antwort kam postwendend. Noch immer saß Robert Gebhardt auf der Strafbank, als Daniel Krzizok mit seiner Spezialität, dem Handgelenk-Schlenzer, den Ausgleich erzielte.

Mitte des ersten Abschnitts musste Jiri Jelinek wegen Stockschlags auf die Sünderbank. Die Allgäuer spielten am langen Pfosten Eric Nadeau frei, der zum 2:1 traf. Kurz vor Drittelende wertete der Referee einen Befreiungsschlag von Alexander Gantschnig ins Fangnetz als Spielverzögerung. Christian Mayr nutzte die Füssener Überzahl zum 3:1.

Im zweiten Drittel drängten die Allgäuer auf die frühe Entscheidung und wurden ausgekontert. Mit einem Dreifachschlag hatten die Gladiators die Partie gedreht. Beim 2:3 durch einen Schlagschuss von Kevin Steiger von der Blauen Linie sah Gästegoalie Andreas Jorde nicht gut aus. Bei den nächsten beiden Treffern von Patrice Dlugos und Krzizok war er chancenlos. Die Erdinger hatten sich jeweils im Füssener Drittel festgesetzt und die Tore mustergültig herausgespielt.

Pech hatte der stark haltene Schlussmann Timon Ewert beim erneuten Ausgleich, denn der Schuss von Robbie McFeeters war noch abgefälscht. Das gleiche Missgeschick passierte aber auf der Gegenseite auch einem EVF-Verteidiger, der den Schuss von Sebastian Lachner zum 4:5 ins Netz lenkte.

Lange sah es im dritten Drittel danach aus, als könnten die Erdinger den Sieg über die Zeit retten, doch zwei Sekunden vor Schluss schlug Nadeau zu, und es stand 5:5. Ärgerlich: Zuvor hatten Lachner sowie Ales Jirik das leere Füssener Tor verfehlt.

In der Overtime fielen keine Treffer. Beim Penaltyschießen setzte Lachner die Scheibe an die Lattenunterkante. Zuschauer wähnten den Puck hinter der Torlinie, der Schiedsrichter aber nicht. Für Erding traf dann nur Gantschnig, während die Füssener Sascha Golts und Peter Meier souverän verwandelten.

Dieter Priglmeir

  • 0 Kommentare
  • 0 Google+
    schließen