Viel zu hadern gab es zuletzt bei Lars Bernhardt und den Erding Gladiators. Foto: Herkner

Der Erdinger Playoff-Plan

Erding - Die Nachschüsse wegnehmen, schneller durch die neutrale Zone kommen und in der Überzahl feuern, was das Zeug hält: Das ist der Schlachtplan der Gladiators für die entscheidende Phase der Saison.

Die nächsten vier Spiele gegen Peiting, Freiburg, Weiden und Schweinfurt werden entscheiden, ob die Erding Gladiators noch eine Chance auf die Playoffs haben, oder ob sie in die Abstiegsrunde müssen.Noch ist die theoretische Möglichkeit da. Dazu muss gegen die direkten Konkurrenten aber voll gepunktet werden. Die schwierigste Partie steht den Knallinger-Schützlingen dabei aber heute (19.30 Uhr) bevor, mit dem Gastspiel bei Spitzenreiter EC Peiting. Der EHC Freiburg gastiert am Sonntag (18 Uhr) in Erding, die Woche drauf kommt Weiden (Freitag), am Sonntag geht’s nach Schweinfurt - drei Gegner auf Augenhöhe.

Doch zunächst gilt die Konzentration der heutigen Aufgabe. Dreimal haben die Gladiators in dieser Saison bereits gegen den ECP gespielt, dreimal gab es nichts zu erben. Klar, dass die Erdinger auch diesmal krasser Außenseiter sind. Die Peitinger jedenfalls haben schon durchblicken lassen, dass sie das Spiel gegen Erding nur als Pflichtaufgabe sehen. Ihren Fokus haben sie schon auf das Sonntags-Spitzenspiel beim EC Bad Tölz gerichtet.

Dieses Selbstbewusstsein kann sich die Truppe aus dem Pfaffenwinkel auch leisten. Daheim hat das Team von Trainer Josef „Peppi“ Heiß in dieser Saison erst zweimal verloren - im Oktober gegen Klostersee und im Dezember gegen Selb. In den beiden jüngsten Heimspielen gab es deutliche Siege gegen Füssen (7:1) und Weiden (6:0).

„Natürlich ist es sehr schwer, in Peiting zu gewinnen, aber nicht unmöglich“, sagt Gladiators-Trainer Markus Knallinger. „Wir müssen vor allem versuchen, die Nachschüsse wegzunehmen, denn im ersten Schuss kassieren wir kaum Tore.“ Das sei in den letzten Spielen die große Schwäche seiner Mannschaft gewesen. „Da kommt der Schuss aufs Tor, der Torwart wehrt ab, und beim Nachschuss reagieren wir dann zu langsam.“

Auch das schnellere Überbrücken der neutralen Zone sei in dieser Woche verstärkt im Training geübt worden. Was das zuletzt erschreckend schwache Überzahlspiel betrifft, so hat der Coach hier eine einfache Lösung parat. „Wir dürfen nicht schön spielen, sondern müssen mehr Scheiben aufs Tor bringen“, weiß Knallinger. „Noch ein Pass und noch einer, das hilft uns nicht weiter.“

Personell kann Erdings Banden-Chef keine Entspannung melden. Für Engel ist die Saison beendet, Gumplinger, Martens und Kürten fallen auf unbestimmte Zeit aus. Die beiden Abwehrspieler Johannes Pfeiffer (Daumenbruch) und Kevin Steiger (Gehirnerschütterung) haben es diese Woche versucht, mussten das Training aber abbrechen: „Der Johannes hat noch zu viele Schmerzen und dem Kevin wird immer wieder schwindlig.“ Also hat Knallinger fünf Verteidiger und zehn Stürmer zur Verfügung. Sein Ziel am Wochenende: „In Peiting für eine Überraschung sorgen und Freiburg daheim schlagen.“

  • 0 Kommentare
  • 0 Google+
    schließen