Erdings Trainer Markus Knallinger konnte zwar wieder auf die Langzeitverletzten Gantschnig, Gumplinger und Steiger zurückgreifen, dafür fehlten Ashton, Lachner und Göttlicher wegen Verletzung. Bei Tölz fehlte nur der gesperrte Marco Pfleger. Das schlechte Wetter hatte offenbar viele potenzielle Fans von der Fahrt in die Eishalle abgehalten, denn es verloren sich nur rund 500 Zuschauer in der Erdinger Eissporthalle.
Die favorisierten Tölzer machten sofort Druck, und Erdings Torwart Timon Ewert rückte in den Brennpunkt. Noch dazu, weil die Gladiators gleich zwei Strafen kassierten. Auf der Gegenseite dauerte es bis zur 8. Minute, bis der erste Schuss aufs Tor von Viona Harrer kam, und der war gleich drin. Alex Gantschnig wuchtete den Puck zum 1:0 in den Winkel. Jetzt folgte eine starke Phase der Gastgeber, mit einem Außenpfosten-Treffer von Rudi Lorenz und einer vergebenen Großchance von Stefan Peipe. Dann fasste sich Lars Bernhardt ein Herz, und sein Gewaltschuss schlug unter der Latte zum 2:0 ein (14.). Die Antwort der Tölzer Löwen kam prompt, mit dem 1:2 durch Tim Schüle (16.).
Obwohl sich das Geschehen im zweiten Drittel verstärkt vor dem Erdinger Tor abspielte, blieb die Partie ausgeglichen. Nicht zuletzt deshalb, weil die wenigen Gladiators-Chancen durchaus hochkarätig waren. So stand Peipe alleine vor Harrer (30.), und auch Ales Jirik konnte die Tölzer Torhüterin nicht bezwingen. Umso ärgerlicher war dann aus Erdinger Sicht, dass nach einem Puckverlust im Gegenzug Maxi Kammerer das 2:2 besorgte (33.). Jetzt waren die Löwen richtig am Drücker, und vor dem Gehäuse von Ewert brannte es mehrfach lichterloh. Doch reteten die Gladiators mit großem Einsatz das Unentschieden in die zweite Pause.
Das Schlussdrittel war gerade einmal 29 Sekunden alt, da brachte der Tölzer Florian Strobl den Puck mit viel Glück zum 3:2 im Erdinger Tor unter. Jetzt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: In Überzahl glich Daniel Krzizok zum 3:3 aus (50.). Aber nur zwei Minuten später lag Tölz wieder vorne, als Dennis Neal den Puck in den Winkel schlenzte. Doch wiederum nur drei Minuten danach packte Timo Borrmann den Hammer aus und donnerte die Hartgummischeibe von der blauen Linie zum 4:4 ins Netz. Bei den Gladiators war mittlerweile Jirik verletzt ausgeschieden. Als alles auf eine Verlängerunjg hindeutete, passierte es: Vier Sekunden vor Schluss schlug ein Schuss von Yanick Dubé zum 5:4 für Tölz ein.












