608.03.10|Tölzer Löwen|Tölzer Löwen|2
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
Bad Tölz - Kleine Unachtsamkeiten verhindern Löwen-Erfolg in Grafing. Trainer Dave Rich hofft auf Verstärkungen.

Notfalls mit einem Hechtsprung stoppten die Klosterseer – hier Bernd Rische (Mi.) – die Tölzer um den wiedergenesenen Franz Mangold (li.) und Dominik Walleitner. foto: rabuser
Es ist Wochenende für Wochenende das gleiche Spiel: Die Tölzer Löwen halten mit ihren Gegnern gut mit, doch im entscheidenden Moment fehlt das Quäntchen Glück und Cleverness, um zu siegen. Auch bei der Partie in Klostersee änderte sich daran nichts. Die Löwen verloren mit 3:4 nach Penaltschießen. Es war bereits die 14. Niederlage mit einem Tor Unterschied in dieser Saison.
In die Heldenrolle hätte am Sonntagabend der Tölzer Christian Urban schlüpfen können. Verdient hätte er es gehabt. Der Kapitän rackerte in der Defensive, schoss oft aufs gegnerische Tor - und wurde belohnt. Er erzielte sowohl das 2:2 (38.) als auch das zwischenzeitliche 3:2 (48.). Im Penaltyschießen behielt Urban ebenfalls die Nerven und traf mit einem brachialen Schuss ins Kreuzeck. Jozef Cierny visierte dieselbe Stelle an, scheiterte aber gleich zweimal am Torgestänge.
Hatte Cierny Pech, so wirkte Christian Kolacnys Versuch etwas hilflos. Wie kam es zu seiner Nominierung fürs Penaltyschießen? „In dieser Saison hat bei uns jeder schon Penaltys geschossen“, sagte Rich. „Da habe ich mir gedacht, dass ich ihn auswähle, denn Kolacny trifft im Training oft.“
Zum Penaltyschießen hätte es aber gar nicht kommen müssen. Es waren kurze Momente der Unachtsamkeit, mit denen sich die Löwen um den Erfolg brachten. So reichten in der 51. Minute ein, zwei schnelle Pässe der Klosterseer aus, um den kompletten Tölzer Block in Konfusion zu stürzen: Dennis Schütt spielte einen Pass in die neutrale Zone zu Braydon Cox, der leitete den Puck direkt zu Jared Mudryk weiter. Der Kanadier durfte im Rücken von Pascal Sternkopf mutterseelenalleine aufs Tölzer Tor zulaufen und zum 3:3-Ausgleich einschießen. „Das war klasse gespielt“, kommentierte Klostersees Trainer Alex Stein.
Dave Rich gab dagegen in der Pressekonferenz zu Protokoll: „Klar bin ich deshalb sauer. Das ist meine Aufgabe als Trainer. Ich habe gesehen, dass Mudryk an Sternkopf wie an einer Pylone vorbeigelaufen ist.“ So richtig tief saß der Ärger allerdings nicht. Noch im selben Atemzug verteidigte er sein Team: „Wir haben sechs Verteidiger, die noch in den Junioren spielen dürften. Was will man da sagen. Pascal beißt sich doch selbst am allermeisten in den Hintern.“
Generell sieht der Coach in der Defensive den entscheidenden Schwachpunkt seiner Mannschaft: „Wir lassen viel zu viele gegnerische Torchancen zu. In der Defensive sind wir überfordert. Nur gut, dass uns unser Torwart immer wieder im Spiel hält.“
Wie soll es in der kommenden Saison weitergehen? „Keine Ahnung“, entgegnete Dave Rich. Eine erfahrene Stütze in der Abwehr sei dringend notwendig: „Aber es sieht nicht so aus, als ob da was passiert.“ Gerade diese Tatsache lässt Rich zögern, wenn es um die Vertragsverlängerung geht: „Mir macht die Arbeit mit den jungen Leuten hier Spaß, aber manchmal braucht man Erfahrung. Wenn wir in der nächsten Saison ein Spiel nach dem anderen verlieren, dann werde ich an Weihnachten gefeuert.“ Grundsätzlich steht er aber hinter dem Kurs der finanziellen Vorsicht: „Wenn kein Geld da ist, ist keins da. Das muss man akzeptieren. Jedes Jahr brechen zwei, drei Vereine weg, weil das Geld ausgeht - das ist der falsche Weg.“
zurück zur Übersicht: Tölzer Löwen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

