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Überzahlspiel begünstigt Peitings 4:1-Sieg in Bad Tölz

Überzahlspiel begünstigt Peitings 4:1-Sieg in Bad Tölz

Peiting - Jetzt hat der EC Peiting seine Bilanz in der Eishockey-Oberliga Süd gegen den EC Bad Tölz aufgebessert. Mit 4:1 (1:1, 1:0, 2:0) setzte sich die Mannschaft von Trainer Leos Sulak bei den Löwen durch und festigte damit ihren Platz an der Tabellenspitze.

In Torschusslaune: Premysl Sedlak bombte beim Peitinger 4:1-Sieg in Bad Tölz zweimal ein. foto: df

In Torschusslaune: Premysl Sedlak bombte beim Peitinger 4:1-Sieg in Bad Tölz zweimal ein. foto: df

Entscheidend, dass das Derby gewonnen wurde, war sicherlich das Übezahlspiel kurz vor dem Ende des zweiten Drittels und anfangs des dritten Durchgangs. Leonhard Pföderl von den Gastgebern kassierte für einen Check gegen Peitings Fabian Weyrich, der zunächst verletzt liegenblieb, fünf Minuten plus eine Spieldauerstrafe. Während der Tölzer bereits unter der Dusche stand, schlugen die Peitinger zweimal zu und verschafften sich eine 3:1-Führung. Fortan kamen die Gastgeber nicht mehr in Fahrt wie in der Zeit vorher, als sie durchaus Vorteile hatten.

Pfiffe begleiteten Peitings Verteidiger, als er nur kurze Zeit später wieder dabei war. Denn, so aus Kreisen der Gastgeber, „der Check wäre nie eine große Strafe wert“ gewesen. „Der ist von hinten gekommen, und das war ein klarer Check von hinten gegen den Kopf“, wertete Peitings Trainer das Foul des Tölzer Stürmers und sprach sich zufrieden mit der Leistung seiner Cacks aus. „Wir haben heute ein gutes Spiel abgeliefert“, so der Peitinger Trainer, der diesmal vier Sturmreihen einsetzte. „Das hat sich ausgezahlt“, sprach er das Tempo an, das der ECP bis zum Schluss hoch hielten.

Ausbezahlt hat sich auch das bessere Überzahlspiel. „Das haben wir zuletzt intensiv trainiert“, bemerkte Sulak, der jetzt hofft, dass Michael Kreitl bald wieder fit ist. Der Peitinger Topscorer musste im Schlussdrittel nach einem Zusammenprall mit Florian Kolacny mit der Trage vom Eis gebracht werden. Gehirnerschütterung war die erste Diagnose. Bei der Heimfahrt war Kreitl aber wieder dabei.

Im ersten Durchgang spielten die Gastgeber engagierter. Während sich die ECP-Truppe schwer tat, den Gegner unter Druck zu setzen. Peter Lindlbauer sorgte für eine Führung der Gastgeber (5.), der Premyls Sedlak den Ausgleich 11.) folgen ließ. Geschickt umspielte der Tscheche in den Reihen des ECP Löwen-Keeper Andreas Jenike und schlenzte ein.

Ein Powerplay-Spiel zu Beginn des zweiten Drittels brachte etwas mehr Schwung in das Peitinger Spiel, der allerdings wieder nachließ. Kapitän Gordon Borberg versäumte zweimal die Führung, und Manfred Eichberger hatte eine Riesenchance. Während Florian Hechenrieder im Peitinger Tor bei einem Schlagschuss gerade noch klären konnte.

In der 39. Minute schlug Michael Kreitl, begünstigt durch das Überzahlspiel, mit dem 2:1 aus Sicht der Gäste zu, und nachdem die Peitinger in der 43. Minute angesichts der Fünfminutenstrafe für Pföderl immer noch einen Mann mehr auf dem Eis hatten, gelang Sedlak der dritte Treffer für den ECP. Der verteidigte den Vorsprung nicht nur, sondern er baute ihn aus. Die Gastgeber verstärkten zwar den Druck und waren mehr in Peitings Verteidigungsdrittel zu finden als den Gästen lieb sein konnte, doch die Defensive funktionierte, und der ECP erlaubte dem Gegner kaum noch nennenswerte Chancen.

In der 52. Minute schlug der EC Peiting nochmals zu. Manfred Eichberger überlistete den gastgebenden Keeper und entschied die Partie endgültig zu Gunsten der Gäste. Denn nach dem vierten Gegentreffer verloren die Löwen endgültig ihren Biss und gaben sich geschlagen. df

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