Miesbach - Nach den Niederlagen gegen Bayreuth hilft dem TEV Miesbach nur noch ein Wunder ins Halbfinale

Bedient: Für Kapitän Florian Leitner (vorne) und Andreas Veicht ist die Saison so gut wie gelaufen. Das Halbfinale ist nur noch rechnerisch möglich. foto: thomas plettnberg
Am kommenden Sonntag geht die Bayernliga-Saison für den TEV Miesbach zu Ende. Das ist so gut wie sicher. Denn nach der zweiten Niederlage gegen den EHC Bayreuth (2:5 am Sonntagabend) glauben wohl nicht mal kühnste Optimisten daran, doch noch das Halbfinale zu erreichen. Es müsste schon ein Eishockey-Wunder geschehen.
Entsprechend gedrückt war gestern die Stimmung im TEV-Lager. Auch beim Sportlichen Leiter Stefan Moser. „Bayreuth war die bessere und ausgeglichenere Mannschaft mit einem sehr guten Torwart“, sagt er. „Die waren heißer auf den Sieg und hatten mehr Zug zum Tor. Bayreuth ist uns deutlich voraus, das müssen wir anerkennen.“ Trainer Beppo Schlickenrieder kann da nur zustimmen: „Wir müssen das einfach akzeptieren. Mit der Zwischenrunde haben wir unser Minimalziel erreicht. Ich hatte fast das Gefühl, dass die Mannschaft damit die Saison auch abgehakt hat.“ Auch der Coach hat das nun: „Jetzt haben wir noch zwei Spiele und dann kommt wieder eine neue Saison, in der wir uns neue Ziele stecken müssen.“
Woran es hapert, wurde auch beim Rückspiel in Bayreuth deutlich. Die Miesbacher machten es den Gastgebern durch eigene Fehler viel zu leicht. Beim 0:1 waren sich Verteidigung und Torwart uneinig, der zweite Gegentreffer fiel aus spitzem Winkel. Doch der TEV kam noch einmal zurück. Dank zweier Treffer von Shane Heffernan stand es nach 40 Minuten 2:2. „Wir haben in der Pause noch über die Aussetzer geredet, und nach 50 Sekunden haben wir gleich den nächsten gemacht“, ärgert sich Schlickenrieder. Als dann auch noch das 4:2 fiel, und Robin Marek eine Spieldauerstrafe kassierte, war die Partie gelaufen. „So ein Check ist irre, so etwas macht man nicht, das hat nichts mit Kampf zu tun“, kritisiert der Coach seinen Spieler und entschuldigte auf der Pressekonferenz offiziell.
Nun gilt es den Blick nach vorne zu richten. „Es hat heuer nicht für die Top Vier gereicht, das muss man akzeptieren. Teilweise haben unerfahrene Burschen gegen erfahrene Haudegen gespielt, und den jungen Spielern muss man einfach Zeit geben“, sagt Schlickenrieder. Dennoch: Einen kleinen Funken Hoffnung gebe es noch, denn bekanntlich sei im Eishockey ja vieles möglich. Nur Wunder sind selbst in dieser Sportart selten. (ts)



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.