Bad Tölz - Starke Leistung der Tölzer Löwen bei 6:1-Sieg in Füssen macht Hoffnung. Florian Strobl trifft zweimal, Geburtstagskind Dennis Neal erzielt sein erstes Saison-Tor.

Doppelter Jubel: Geburtstagskind Dennis Neal (v. li.) freut sich mit Franz Mangold und Thomas Merl über sein erstes Saison-Tor. Foto: Rabuser
Bleibt’s beim Wechselspiel um den Verfolgerplatz, oder strecken sich die Löwen noch einmal nach der Tabellenspitze? Der Abstand zu Ligaprimus Peiting ist respektabel, doch die Leistung der Löwen am Freitag war es auch. Den Tölzern gelang der erste Auswäyrtserfolg beim EV Füssen. Der unerwartet deutliche 6:1-Sieg war Balsam für die Seele der Buam und zugleich Kosmetik für eine schnöde Bilanz. Bereits viermal in dieser Spielzeit musste Florian Funk seinem Kollegen Schorsch Holzmann gratulieren. Diesmal durften die Kurstädter die romantische Straße durch den Königswinkel auf dem Rückweg als Sieger befahren.
Für nächtliche Feierlichkeiten war indes kein Platz. „Wir hatten ja am Samstag wieder Training“, wand Neal ein. Eine Einstellung, die seinem Trainer gefallen dürfte. „Er hat den Biss, den man braucht“, bekräftigte Funk. Und: „Er kann vorne und hinten spielen.“ Wo tut er es lieber? „Am liebsten in der Verteidigung, aber im Endeffekt spiele ich da, wo der Trainer mich braucht“, sagt Neal.
Noch vor dem Spiel unkte er mit Vater und Co-Trainer Randy Neal, dass es „toll wäre, am Geburtstag ein Tor zu schießen“. Gesagt, getan. Es hätte allerdings auch schon viel früher klappen können. „Chancen hatte ich viele, aber nicht das Torglück.“ Manchmal, sagt der 20-Jährige selbstkritisch, „bin ich noch zu hektisch“.
Der Tölzer Anhang hat Neal offensichtlich als neues Vorzeige- und Spaßobjekt auserkoren. Immer wieder wird die Nummer 92 verdonnert, vor versammelter Mannschaft das Siegesliedgut anzustimmen. „Ich weiß nicht, woher das kommt. Aber es freut mich, wenn ich angefeuert werde“, sagt Neal. Funk warnt derweil vor zu großer Bande mit den Fans. „Da bekommt man schnell einen schweren Stand innerhalb des Teams.“
Davon war in Füssen wenig zu merken. Ungewohnt in Führung liegend lief das Spiel der Löwen wie am Schnürchen. Einzig bei zwei Gegenstößen öffnete die Verteidigung die Fehlerkiste kurzzeitig. Das kam Funk gerade recht. Gegen Füssen, so der 42-Jährige schmunzelnd, haben wir schon genügend Fehler gemacht.



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