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HSV-Sportdirektor Frank Arnesen hat neuen Handlungsspielraum

Transfer-Gerücht

Bedient sich der HSV beim FC Bayern?

Hamburg - Weil sich Paolo Guerrero im Landeanflug auf Sao Paulo befindet, hat der HSV plötzlich neuen Handlungsspielraum für weitere Transfers. Die Namen mehrerer Stars machen die Runde - einer ist vom FC Bayern.

Als sich die Profis des Hamburger SV am Mittwochnachmittag in den Flieger gen Heimat setzten, blieb ein Platz überraschend leer. Während Paolo Guerrero längst auf dem Weg zu seinem neuen Arbeitgeber nach Brasilien war, geisterte der Name eines alten Bekannten wieder durch die Hansestadt: Rafael van der Vaart. Zudem ist auch ein Gerücht um Anatoli Timoschtschuk vom FC Bayern aufgetaucht.

Erstes Testspiel mit Neuzugängen: Der FC Bayern in Unterhaching

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Guerrero vor Abschied

Guerrero soll beim brasilianischen Renommierklub Corinthians Sao Paulo, dem Sieger der südamerikanischen „Champions League“ (Copa Libertadores), einen Dreijahresvertrag erhalten. „Die beiden Vereine haben sich über einen Wechsel geeinigt“, sagte HSV-Sportdirektor Frank Arnesen zum Abschluss des Trainingslagers im Zillertal, „für Paolo ist es eine große Sache, bei diesem Verein zu spielen. Wir wünschen ihm natürlich viel Glück und Erfolg auf seinem Weg.“

Mit dem Abgang des nicht immer pflegeleichten peruanischen Angreifers ergibt sich beim HSV plötzlich eine völlig neue Situation. Guerrero ließ sich seine Auftritte mit rund vier Millionen Euro pro Jahr vergolden; inklusive einer geschätzten Ablöse von fünf Millionen Euro hat der HSV nun wieder Handlungsspielraum für einen neuen Regisseur.

Neue Nahrung für van-der-Vaart-Gerücht

„Jeder hat ja gesehen, dass wir einen zentralen Mittelfeldspieler benötigen, der das Spiel lenkt, der denkt und Pässe in die Tiefe spielen kann“, sagte Trainer Thorsten Fink der Sport Bild. Klar, dass in Hamburg die Spekulationen um eine Rückkehr von Rafael van der Vaart reichlich neue Nahrung erhalten.

Von 2005 bis 2008 hatte der niederländische Nationalspieler das Trikot mit der Raute getragen und war zur Ikone bei den Fans aufgestiegen. Aktuell steht „VdV“ bei den Tottenham Hotspur in London unter Vertrag - und ist unglücklich. Der neue Teammanager Andre Villas-Boas setzt wohl nicht auf den Linksfuß, mit dem ehemaligen Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson steht für knapp zehn Millionen Euro schon ein Nachfolger parat. Van der Vaart darf wohl gehen - eine Millionen-Ablöse vorausgesetzt.

Viele neue Gesichter: Wer ist wer im Bayern-Training?

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Bisher zu viel Geld für die klammen Hanseaten, die weiter bemüht sind, die Kosten in Grenzen zu halten. Im Falle eines Transfers wäre der Klub wohl immer noch auf die Unterstützung von Milliardär und Van-der-Vaart-Fan Klaus-Michael Kühne angewiesen, der seine Bereitschaft schon signalisierte. „Der HSV ist mein Hobby. Ich stehe als Investor für neue Spieler durchaus zur Verfügung“, sagte Kühne. Vor allem für van der Vaart.

Konkurrenz aus der Bundesliga droht dem HSV derzeit nicht. Schalke 04 hatte Interesse am niederländischen Spielmacher angemeldet, aber inzwischen alle Transferaktivitäten für beendet erklärt. „Er hat sehr hohe Qualität. Trotzdem passt er aus verschiedenen Gründen nicht zu unseren Vorstellungen“, sagte Sportdirektor Horst Heldt.

Bleibt in der Bundesliga noch der HSV - in Finks Gedankenspiele passt der 29-Jährige bestens: „Klar ist, dass uns so ein Spieler unheimlich weiterbringen würde.“ In der vergangenen Seuchensaison fehlte ein Kreativkopf im Mittelfeld, jemand, der vorangeht. Wie van der Vaart in seinen besten Zeiten.

Auch Timoschtschuk und Elm im Gespräch

Der Niederländer ist aber nicht die einzige Option der Hanseaten. Auch Anatoli Timoschtschuk, der Däne Rasmus Elm, der frühere Schalker Ivan Rakitic und Milan Badelj von Dinamo Zagreb werden als Kandidaten gehandelt.

Timoschtschuk ist laut Bild ein heißer Kandidat. Er dürfe Bayern verlassen, wenn ein neuer Star kommt, etwa Javi Martinez (Bilbao). Kosten würde Timoschtschuk rund fünf Millionen Euro, auch das Gehalt (angeblich sechs Millionen Pro Jahr) könnte zum Knackpunkt werden.

„Es kommt Schwung in den Markt“, hatte Arnesen prophezeit und recht behalten. Guerreros Abschied sei Dank.

sid

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