Mönchengladbach - Der FC Bayern trifft im DFB-Pokal auf Mönchengladbach. Trainer Jupp Heynckes sinnt auf Revanche - und sieht dafür gute Chancen.

© dpa
Jupp Heynckes
Revanchegelüste, Selbstbewusstsein, Understatement und stille Freude: Die Auslosung für das DFB-Pokal-Halbfinale mit dem Klassiker der ewigen Rivalen Borussia Mönchengladbach und Rekordsieger Bayern München sowie dem Auftritt von Meister und Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund beim Zweitliga-Aufstiegsaspiranten SpVgg Greuther Fürth sorgte für eine ganze Bandbreite unterschiedlicher Emotionen und Reaktionen. Geeint sind alle vier Teams vor den Semifinals (20./21. März) jedoch längst in ihrem Traum vom Endspiel am 12. Mai im Berliner Olympiastadion.
Beinahe unter völlig vertauschten Vorzeichen steht das dritte Saisonduell zwischen den einstigen Titelkonkurrenten Gladbach und Bayern nach den beiden Bundesliga-Erfolgen der „Fohlen“ gegen den Rekordmeister. „Für uns ist das eine Gelegenheit, uns zu revanchieren“, sagte Münchens Trainer Jupp Heynckes nach der Auslosung durch Nationalspielerin Kim Kulig im Aktuellen Sportstudio des ZDF zum erneuten Wiedersehen mit seinem früheren Klub.
Dabei will „Don Jupp“, 1973 selbst mit den Borussen Pokalsieger, dem ernüchternden 1:3 seiner Elf in Gladbach zum Rückrundenauftakt keine allzu große Bedeutung mehr beimessen: „Ich bin zuversichtlich, dass wir gewinnen werden. Die Voraussetzungen im Vergleich zum Rückrundenstart haben sich verändert: Wir sind wieder in Schwung.“
Davon lassen sich die Gladbacher Himmelsstürmer vor ihrem ersten Pokal-Halbfinale seit 2004 nicht schrecken. Trainer Lucien Favre erlaubte dennoch nur einen kleinen Einblick in seine Gedankenwelt. „Die Bayern sind nicht leicht, aber immerhin spielen wir zu Hause“, sagte der Schweizer mit Blick auf die konstante Heimstärke seiner Elf.
Auswärts Farbe bekennen muss Dortmund. Dass die Reise nach Fürth geht, sieht BVB-Trainer Jürgen Klopp allerdings nicht als Vorteil: „Es gab kein Glückslos, und keine Mannschaft ist schon im Finale. Von unseren Wünschen hat sich nur erfüllt, dass wir nicht in München spielen müssen.“
Volle Fokussierung auf das Ziel Berlin verlangt der Coach denn auch beim fränkischen Favoritenschreck: „Wir laufen nicht Gefahr, jemanden nicht 100-prozentig ernst zu nehmen. Wir kennen Fürth auch aus vielen Zweitliga-Beobachtungen, sodass wir nicht überrascht sein werden.“
Nur zu erahnen ist für Klopp jedoch die Euphorie bei den Fürthern. „Das wird das Spiel der Spiele für uns“, meinte Vereinschef Helmut Hack. Allerdings verlangte Hack von seinem Team bis zum großen Auftritt Konzentration auf das Tagesgeschäft im Liga-Alltag, damit die Aufstiegschancen nicht durch die Vorfreude auf Dortmunds Auftritt nicht geschmälert werden: „Wir müssen uns auf jedes einzelne Spiel einstellen.“
sid



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.