München - Hinter Wolfsburgs Super-Stürmer Edin Dzeko sind Vereine wie Real Madrid, FC Barcelona und Chelsea her. Dzeko selbst würde aber am liebsten zum FC Bayern wechseln.

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Abflug aus Wolfsburg: Stürmerstar Edin Dzeko zieht es weg – wo er wohl landen wird?
Noch herrscht die vielzitierte Ruhe vor dem (Transfer-)Sturm, aber das ist nur eine allerletzte Momentaufnahme. Es stehen einige Ausnahme-Stars zur Disposition, und der eine oder andere Top-Klub hat nach Rückschlägen auf internationalem Parkett Handlungsbedarf, allen voran wie so oft Real Madrid, aber auch der FC Barcelona und Chelsea. Im Fokus stehen unter anderem Bayern-Profi Franck Ribery, der spanische EM-Torschützenkönig David Villa (Valencia) und Wolfsburgs Edin Dzeko.
Es wird ein Stühlerücken, bei dem es um Millionen geht. Villa hat laut „Marca“ bereits eine mündliche Vereinbarung getroffen, dass er nach dieser Saison ein Katalane wird. Er kostet 40 Millionen Euro, dazu soll Valencia Bojan Krkic und Alexander Hleb erhalten. Der Weißrusse war diese Saison an den VfB Stuttgart ausgeliehen, blickt dort aber auf eine glücklose Phase zurück. Den Bayern wurde zuletzt da auch Interesse nachgesagt, sie wollten Hleb schon vor zwei Jahren nach München lotsen, doch Sportdirektor Christian Nerlinger dementierte gegenüber unserer Zeitung jegliche Kontakte: „Kein Thema.“
Vergangene Woche trafen sich seine Berater mit Real Madrids Generaldirektor Jorge Valdano, auch der FC Chelsea hat Interesse signalisiert. Doch am liebsten würde der Bosnier nach München übersiedeln, wird aus seinem Umfeld versichert. Den designierten Meister schreckt allerdings noch die Ablösesumme; für Dzeko muss man 40 Millionen Euro locker machen. Die Zeit läuft langsam ab: Im Kontrakt des Bosniers ist eine Klausel, die bis 31. Mai gezogen werden muss – danach würde der Stürmer noch teurer werden.
Dzeko möchte gerne langsam Klarheit über seine Zukunft haben, er versteht aber auch, dass die Bayern in der jetzigen Saisonphase keine Unruhe im Verein wünschen. Er selbst habe sich ja bisher auch nicht über Wechselspekulationen geäußert, er hätte das „für unprofessionell gehalten, solange wir sportliche Ziele hatten“. Da die Wolfsburger ihre letzte Chance aufs internationale Geschäft verspielt haben, fiele es ihm nun leichter, zu gehen. Die Situation sei „enttäuschend. Wir waren Meister, in der Champions League, in der Europa League – und nächstes Jahr haben wir gar nichts. Ich hatte immer das Ziel, bei einem großen Klub zu spielen. Ich hoffe, mir ist deswegen in Wolfsburg niemand böse.“
Dzeko plant den Abflug. Die Frage, wo er landet, ist nur eine von vielen, wenn die Ruhe vor dem Sturm endet.
von Andreas Werner
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