"Gebe für die Fans das letzte Hemd"

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    • 14.11.07
    • FC Bayern
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"Gebe für die Fans das letzte Hemd"

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München - Würde er abtauchen? Die Sache aussitzen? Nein, dazu ist Uli Hoeneß zu sehr Profi. Zwei Tage nach seiner umstrittenen Wutrede stellte sich der Manager des FC Bayern für ein Interview zur Verfügung. Dabei lenkte der Fan-Kritiker ein - aber nur ein bisschen.

Herr Hoeneß, Ihre Wutrede wird auf allen Rundfunkkanälen rauf und runter gespielt. Was empfinden Sie selber, wenn Sie sich so polternd wie weiland Trapattoni erleben?

Ich hab's noch nie gehört, nie gesehen, und ich brauche das auch nicht. Ich bin der Meinung, dass ich hier sicher sehr emotional, vielleicht auch etwas überzogen reagiert habe - auf Kritik, dass wir uns zu wenig um die Fans kümmern und die Fans nur als Kunden betrachten würden. Gerade ich! Ich habe mich total angesprochen gefühlt, denn gerade ich habe immer ein offenes Ohr und würde das allerletzte Hemd für die Fans hergeben. Und ich habe ja auch klar gemacht, dass das, was ich gesagt habe, nicht pauschal für alle Fans gilt. Das ist ja immer nur eine kleine Gruppe, die speziell in München sitzt, und die sowieso immer die Chance hat, sich zu beschweren, wenn irgendetwas nicht läuft. In all den Vorwürfen gibt's ja nie Vorschläge, wie man's besser machen kann. Die Logen zu schließen und keine Business-Class-Seats mehr zu verkaufen, das kann ja kein Vorschlag sein. Und deshalb habe ich mich wahnsinnig aufgeregt und bin am Montag ziemlich ausgeflippt.

Bei der Versammlung gab es sogar Buhrufe. Wie waren die Reaktionen der Fans in den Tagen danach?

Also, so viele Buhrufe habe ich nicht gehört, um ehrlich zu sein. Ich habe wie gesagt nicht viel gelesen. Wenn da was kommt, dann werde ich mir das sicherlich anhören.

Sie stehen also auch mit etwas Abstand zu Ihrer krachledernen Rede?

Natürlich stehe ich dazu. Ich bin der Meinung, dass wir diese Vorwürfe nicht verdient haben. Den Schuh, dass wir uns mehr um die Allianz Arena als um unsere Fans kümmern und die Fans nur als Kunden betrachten, ziehe ich mir nicht an. Ich maße mir an zu behaupten, dass ich allzeit bereit bin, mich mit Fans auseinander zu setzen und mich um alle ihre Belange zu kümmern. Deswegen habe ich diese Vorwürfe für völlig unbegründet betrachtet.

Das Verhältnis zur angesprochenen Gruppe könnte dennoch etwas zerrüttet sein. Werden Sie auf diese Fans zugehen?

Wir werden in den nächsten ein, zwei Wochen Gespräche anbieten. Wenn sie angenommen werden, gehe ich davon aus, dass die Dinge dann auch angesprochen werden.

Rechnen Sie mit Protestaktionen beim nächsten Heimspiel?

Kann ich nicht beurteilen. Aber es kann sich ja nur um Protestaktionen vom Club 12 und von der Schickeria handeln. Die Fanklubs, die wir in der ganzen Welt haben, habe ich ja nicht gemeint.

Erst Karl-Heinz Rummenigges Attacke gegen Trainer Ottmar Hitzfeld, nun Ihr Auftritt. Es entsteht der Eindruck, dass die Nerven der Bayern-Bosse nach einer Reihe schwächerer Spiele blank liegen.

Das glaube ich nicht. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, und bei mir sind die Sicherungen durchgebrannt, als ich diese Vorwürfe in einem Umfeld hörte, das eigentlich total in Ordnung ist. Wir sind Tabellenführer, wir haben ein grundsolides Wirtschaftsjahr hingelegt, und dann muss man sich von immer wieder denselben Leuten vorhalten lassen, dass die Stimmung schlecht sei, für die nicht die Vorstände, sondern die Fans selber zuständig sind. Ich habe sowieso das Gefühl, dass es da Kompetenzgerangel innerhalb einiger Fanklubs gibt. Meiner Meinung nach könnte man das besser organisieren.

Beabsichtigen Sie, sich in nächster Zeit mal ein Heimspiel des TSV 1860 anzusehen, wo ja nach Darstellung der von Ihnen zitierten Fans alles so toll ist?

Sicherlich nicht. Außerdem war das ja nur eine zynische Bemerkung. Die darf man nicht zu ernst nehmen.

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