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Keine Freunde: José Mourinho (l.) und Pep Guardiola.

Real-Trainer zieht seine eigenen Schlüsse

Pep zu Bayern: Das sagt sein Erzrivale José Mourinho

Madrid - Jetzt hat sich auch endlich José Mourinho zu Pep Guardiolas Entscheidung, Bayern-Trainer zu werden, geäußert. "The Special One" zieht seine ganz eigenen Schlüsse.

Die Verpflichtung von Pep Guardiola als neuen Trainer durch den FC Bayern hat gefühlt bereits die gesamte Fußball-Welt kommentiert. Auf die Einschätzung von "The Special One" mussten Medien und Fans aber bis zum vergangenen Wochenende warten. Dann äußerte sich endlich auch José Mourinho, der Trainer von Real Madrid, der in Spanien als Erzrivale Guardiolas gilt. Viel sagen wollte der Portugiese zur Entscheidung des ehemaligen Barca-Trainers nicht. "Das ist seine Sache, mir ist das ziemlich egal", raunte Mourinho in einem Interview mit dem italienischen Sender "RAI".

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Mourinho wäre aber nicht Mourinho, wenn er nicht noch einen weiteren Kommentar hinterherschicken würde, der gewissen Interpretationsspielraum bietet. Er selbst werde niemals in Deutschland trainieren. Die Bundesliga reize ihn nicht, so der lapidare Kommentar des egozentrischen Erfolgstrainers. Gleichzeitig stellte Mourinho in den Raum, Guardiola hätte sich möglicherweise für Deutschland entschieden, weil er ihm, José Mourinho, dort aus dem Weg gehen könnte.

Schlechter Verlierer: Die Skandale und Eskapaden des José Mourinho

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In den Wochen nach Pep Guardiolas Bekanntgabe, nach vier Jahren als Trainer des FC Barcelona nicht mehr weitermachen und stattdessen ein Jahr Auszeit nehmen zu wollen, hatten sich die Spekulationen verdichtet, Pep hätte auch wegen der ständigen Provokationen José Mourinhos in Barcelona aufgehört. Seit dem Amtsantritt des Portugiesen als Trainer von Real Madrid im Jahr 2010 hatte sich dieser immer wieder abfällig über Guardiola geäußert. So ließ er beispielsweise keine Gelegenheit aus zu betonen, dass er bereits in vier verschiedenen Ländern die nationale Meisterschaft gewonnen (Portugal, England, Italien und Spanien) und auch die Champions League bereits mit zwei verschiedenen Mannschaften geholt habe (FC Porto und Inter Mailand). Guardiola dagegen habe seine Erfolge "nur" mit ein und dem selben Verein gefeiert.

Auch der vielumjubelte Spielstil des FC Barcelona sei nur eine Form, erfolgreichen Fußball zu spielen. Die Spielweise von Real Madrid sei mindestens genau so attraktiv, ätzte Mourinho wiederholt.

In dem Interview kündigte Mourinho zudem selbstbewusst an, dass er "ganz sicher bald seine dritte Champions League gewinnen" werde. Ob schon in diesem Jahr oder in den kommenden Jahren, könne er freilich noch nicht sagen.

So entwickelte sich der Guardiola-Coup

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wi

Gregory Straub

E-Mail:gregory.straub@tz-online.de

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