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Thomas Müller (32.) glich den sehenswerten Volley-Treffer von Martin Harnik (25.) durch einen überlegten Außenriß-Chip, vorbei an Sven Ullreich, aus. Lediglich 73 Sekunden später verstolperte Shinji Okazaki den Ball im Spielaufbau gegen Luiz Gustavo – und Toni Kroos ballerte den erkämpften Ball aus 20 Metern unhaltbar ins Netz (33.). Damit nicht genug: Gustavo, der im defensiven Mittelfeld neben Bastian Schweinsteiger eine starke Partie ablieferte, drosch die Kugel wenig später aus 28 Metern mit einem fulminaten Weitschuss (43.) ins Tor. Müller, Gustavo, Kroos – alles Spieler, die direkt oder indirekt mit Javi um einen Platz kämpfen – und die diesen Kampf annehmen. Aber war da nicht noch was? Ach ja, die Stuttgarter… Die wurden zu Statisten degradiert. „Das war der Wahnsinn. Wir haben eine gute erste halbe Stunde gespielt und sind 1:0 in Führung gegangen. Dann haben wir geschlafen und uns das Leben selbst schwer gemacht“, sagte Sportdirektor Fredi Bobic zur Halbzeit.
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Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: In der zweiten Hälfte kam’s noch wesentlich dicker. Mario Mandzukic (46.), Müller (49.) und Bastian Schweinsteiger (51.) per Kopf zum 6:1 schraubten das Ergebnis in Windeseile in astronomische Höhen. Bobic: „Wenn du den Bayern den Raum gibst, brauchst du dich nicht beschweren, wenn du Gegentore bekommst. Wir waren schon sehr naiv am Anfang der zweiten Halbzeit.“
Ganz nebenbei eroberten die Müncher damit, dank des besseren Torverhältnis, die Tabellenführung aus Frankfurt zurück. Apropos zurück: Auch Bastian Schweinsteiger durfte gleich zu Beginn mitwirken, Jupp Heynckes attestierte ihm, „überragend trainiert zu haben“. Er dankte es bis zu seiner Auswechslung gegen Martinez mit einer ordentlichen Leistung. Das sah auch Sky-Experte Stefan Effenberg so: „Mit einem 6:1 geht man gerne in die Länderspielpause. Ich freue mich für Bastian Schweinsteiger, er hat ein Tor und ein tolles Spiel gemacht. Ich bin gespannt, wie es sich die nächsten Wochen entwickelt.“
Jupp Heynckes dürfte entspannt in die Zukunft blicken, auch wenn ihm gegen den VfB noch nicht alles astrein gefiel. „Die ersten 20 Minuten haben wir uns schwer getan, da waren die Stuttgarter gut organisiert. Danach haben wir peu à peu die Kontrolle übernommen und 25 überragende Minuten gespielt. Nach dem 0:1 musste wir einen Zahn zulegen“, so Heynckes. Diesem Aufruf sind seine Jungs auf überzeugender Art gefolgt.
jj, mic, mm



















































































