022.05.09|FC Bayern|FC Bayern|
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
München/Stuttgart - Insgeheim hoffen die Bayern noch auf ein Wunder. Manager Uli Hoeneß spukt aber auch das Schreckgespenst vom Absturz auf Rang vier im Kopf herum: “Der UEFA- Cup wäre fatal.“

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Für die Bayern wäre Rang zwei höchstens ein Trostpreis im Jahr des gescheiterten Klinsmann-Experimentes. “Mit der Champions-League- Qualifikation hätten wir ein wichtiges Ziel erreicht“, erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Jupp Heynckes würde so seine Fünf-Spiele-Mission zu einem guten Ende führen. “Wir haben nur eine Bestrebung, das Spiel zu gewinnen“, sagte der 64 Jahre alte Coach, der anschließend in die Frührente zurückkehrt. Heynckes demonstrierte am Freitag Selbstbewusstsein: “Der Gegner ist ein großes Kaliber, aber wir haben ein Heimspiel. Und wir sind der FC Bayern.“
Unterhaching 2000 ist die letzte Bayern- und Schwaben-Hoffnung: Damals verspielte Bayer Leverkusen am letzten Spieltag sogar einen Drei-Punkte-Vorsprung. Dieses Mal muss die Haching-Rolle Werder Bremen übernehmen, und das ausgerechnet drei Tage nach dem verlorenen UEFA-Cup-Finale gegen Schachtjor Donezk. Heynckes setzt für eine Sensation im Titelendspurt auf die Motivationskünste seines Kollegen Thomas Schaaf. “Ich weiß aus eigener Erfahrung als Trainer, dass meine Mannschaft nach einer solchen Niederlage wieder anziehen muss, um sich für das Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen zu präparieren. Das weiß auch Thomas Schaaf - und das kann unsere Chance sein.“
Womöglich spielen auch den “Wölfen“, denen wohl schon ein Punkt gegen Bremen zum Titel reicht, die Nerven einen Streich. “Bayern ist schon einige Male auf den letzten Drücker Meister geworden - nichts ist unmöglich“, meinte Bayern-Kapitän Mark van Bommel.
Die Luft dürfte brennen in der Arena. “Das wird ein richtig gutes Fußballspiel“, glaubt Heynckes. Lukas Podolski wird (neben Heynckes, Willy Sagnol und Massimo Addo) nach drei insgesamt schlechten Jahren in München mit einem warmen Applaus verabschiedet werden. “Es gibt Leute, die sagen, Lukas Podolski ist beim FC Bayern gescheitert, aber das sehe ich überhaupt nicht so“, sagte der Nationalstürmer vor seinem letzten Spiel im Bayern-Trikot.
Gellende Pfiffe erwarten dagegen VfB-Schlussmann Jens Lehmann, zumal der ohnehin in München unbeliebte frühere Kahn-Rivale mit seiner Schiedsrichter-Kritik “Stimmungsmache“ betrieb, wie Rummenigge anprangerte. Im Fokus steht zudem der 23-fache Saisontorschütze Mario Gomez, der beim Rekordmeister weiter auf der Wunschliste steht und die Münchner aus allen Meister-Träumen schießen könnte.
“Es wird ein richtiges Endspiel“, sagte Gomez, der selbstbewusst einen 2:1-Sieg getippt hat - in seinem womöglich letzten Spiel für den VfB. In der Vorbereitung auf das Endspiel um Platz zwei haben beide Clubs keine verückten Dinge gemacht. “Man muss die letzten Kräfte wecken“, betonte Hoeneß und prophezeite: “Es wird ein Nervenspiel.“
dpa
Rubriklistenbild: © dpazurück zur Übersicht: FC Bayern

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.
Karte wird geladen...


