324.03.09|FC Bayern|FC Bayern|9
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München – Podolski ist im DFB-Team und in Köln gefragt – Bayern verzichtet sogar auf ein Rückkaufrecht

© dpa
Willkommen und Abschied: Podolski (l.) verlässt die Bayern im Sommer...
Die nächsten Tage wird Lukas Podolski wieder etwas beschwingter herumlaufen als zuletzt. Wann immer sich der Münchner auf Reisen begeben kann, sei es mit der deutschen Nationalmannschaft oder ganz privat zu einem Besuch in seiner Heimat Köln, blüht er auf. Zwei Wochen lang darf er nun wieder mit dem DFB-Team seinem Beruf nachgehen, fern vom FC Bayern, wo er ab Sommer nicht mehr gefragt ist. Die Wege trennen sich nach der Saison, und der Meister verzichtete sogar auf eine Option, den 23-Jährigen irgendwann noch einmal zurückzuholen. „Ein Rückkaufrecht gibt es nicht“, stellt Manager Uli Hoeneß klar.
Lukas Podolski und der FC Bayern, das hat einfach nicht gepasst. Nicht einmal jetzt, wo der Stürmer sich noch einmal voll verausgaben will („ich möchte mit Titeln gehen“) und er aufgrund der Ausfälle seiner Konkurrenten Luca Toni und Miroslav Klose permanent zum Einsatz kommt. Beim 1:0 über Karlsruhe war er der schwächste Bayer, beim 3:0 in Bochum in der Woche zuvor hatte er noch couragiert gekickt, aber auch einen Elfmeter verschossen. Die Liaison stand unter keinem guten Stern.
Man habe sich bewusst gegen eine hochkarätige Verstärkung im Angriff entschieden, erklärt Hoeneß: „Wenn wir einen weiteren fertigen Spieler holen würden, würde Thomas Müller doch wieder nur auf der Bank sitzen. Aber wir wollen einem jungen Spieler hier mal wieder eine Chance geben.“ Bei seinem Debüt in der Champions League machte der Musterschüler von Hermann Gerland mit einem Tor und einer Torvorlage gegen Sporting Lissabon gleich eine gute Figur. „Er ist pfeilschnell, technisch stark und macht seit Jahren verlässlich Tore“, beschreibt Juniorenleiter Werner Kern Müllers Qualitäten. „Ihm steht die Welt offen.“ So kann man auch in München beschwingt herumlaufen.
von Andreas Werner
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