Wallgau - Für Magdalena Neuner ist der Ruhm zum Problem geworden. Das erklärt der Biathlon-Star nun schonungslos offen. Zudem äußert sich die Wallgauerin zu den Gerüchten um ein Engagement beim FC Bayern.

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Magdalena Neuner fühlt sich unwohl im Rampenlicht
Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner sieht sich als Star wider Willen. “Ich wollte nie berühmt werden“, bekannte die Doppel-Olympiasiegerin in einem Interview mit der Zeitschrift “Fit-for-Fun“. Ihre große Popularität sei für sie schon länger ein Problem. “Hätten wir gewusst, was es bedeutet, berühmt zu sein, wer weiß, ob mich meine Eltern dann wirklich gelassen hätten“, sagte die Wallgauerin.
Fans im eigenen Garten, die ohne Rücksicht auf ihre Privatsphäre an der Tür klingeln, zahllose Presse- und Sponsorentermine, intensives Training und eine lange Saison - der Leidenschaft für den Biathlon und dem Erfolg ordnete Neuner alles unter. “Schon mit 19 Jahren hatte ich kein eigenes Leben mehr, dafür aber Tage, an denen ich im Bett lag und dachte, ich stehe nie wieder auf“, erzählte die Sportlerin des Jahres.
Eines der großen Opfer sei für sie gewesen, “dass ich ein halbes Jahr meinen Freund praktisch nicht sehe. Aber wenn man jemanden liebt, ist es eben schwer, wieder wegzufahren. Nach dem Winter müssen wir uns jedes Mal neu kennenlernen.“
Ihr nächstes Rennen will die 24-Jährige am Freitag in Kontiolahti bestreiten. Der Start Neuners, die beim letzten Weltcup in Oslo den Massenstart wegen einer Erkältung auslassen musste, ist bei den derzeit eisigen Temperaturen in Finnland aber noch nicht sicher.
Bevor sie am 18. März beim Weltcup-Finale im sibirischen Chanty-Mansijsk ihr letztes Biathlon-Rennen bestreitet und dann ihre Karriere beendet, freut sich die Ausnahme-Athletin erst einmal auf “eine total befreite“ Heim-WM in Ruhpolding: “Ich hätte nichts gegen eine zwölfte oder dreizehnte Goldmedaille.“
Nach ihrem Rücktritt will Magdalena Neuner nur noch das machen, wozu sie Lust hat. Beim FC Bayern München wird sie aber nicht anheuern. Ein Jobangebot für die Marketing-Abteilung des deutschen Fußball-Rekordmeisters habe es nie gegeben. “Das ist eigentlich ein totaler Quatsch und existiert so nur in den Medien“, sagte Neuner. Bayern-Präsident Uli Hoeneß habe sie nur einmal getroffen, und “da haben wir uns nicht darüber unterhalten“.
dpa
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