Mönchengladbach - Marco Reus sieht das Wechsel-Theater um seine Person relativ gelassen. "Das ist eine Anerkennung für die Leistung, die man zeigt", sagt der vom FC Bayern Umworbene nur.

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Marco Reus sieht das Theater um seine sportliche Zukunft gelassen.
Geschrieben wurde viel in den vergangenen Wochen. Bayern München zeigte zunächst offiziell Interesse an Gladbachs Shootingstar. Wie die “Süddeutsche Zeitung“ am Freitag berichtete, soll nun sogar erstmals ein konkretes Angebot für Reus vorliegen. Reus, dessen Vertrag bis 2015 läuft, kann angeblich für knapp 18 Millionen Euro nach dieser Saison wechseln. Der Umworbene sieht diese Summen pragmatisch. “Das ist eine Anerkennung für die Leistung, die man zeigt. Ob das jetzt eine Million ist oder 50 Millionen sind, das ist mir egal“, sagt Reus.
Man nimmt dem 22-Jährigen, der einst in der Jugend bei der anderen Borussia aus Dortmund für zu schmächtig befunden wurde, die Aussagen ab. Reus wirkt trotz des ganzen Hypes um seine Person fast schon schüchtern. In modischer Lederjacke, mit einem gefühlt zehn Metern langen Schal um den Hals, spricht der Nationalspieler über seinen steilen Aufstieg beim fünfmaligen Deutschen Meister, als ob dies eine Selbstverständlichkeit wäre.
Dass er mitten im Abstiegskampf seinen Kontrakt in Mönchengladbach vorzeitig verlängert hatte, war für ihn selbstverständlich. “Damals war es eine schwierige Situation, aber ich habe an die Mannschaft geglaubt“, sagt Reus. Er habe diese Entscheidung getroffen, “weil ich davon überzeugt war, hier etwas aufzubauen. Bis wir aber am Ende angekommen sind, das wird noch ein paar Jahre dauern.“
Zumindest ist der Fast-Absteiger der vergangenen Saison laut Reus inzwischen “ganz gut dabei“. Das typische Understatement, das man rund um den Borussia-Park seit Wochen hört. Damit ist das Team von Trainer Lucien Favre aber bislang gut gefahren. 30 Punkte und Platz vier sind es nach 16 Spieltagen. Doch nicht zuletzt beim 0:1 in Augsburg hat man gesehen, dass zu einer Spitzenmannschaft noch ein Stück fehlt. Man müsse noch effektiver werden vor dem Tor, fordert Reus: “Wir brauchen auch noch eine bessere Spielanlage und müssen im Spielaufbau und auch vorne flexibler sein. Ansonsten bekommen wir wenig Gegentore, könnten aber mehr schießen.“
Doch auch ein kleiner Rückschlag wird die Mannschaft nicht umwerfen, glaubt Reus. “Wir haben vier Niederlagen bisher, haben danach aber immer wieder gezeigt, dass wir uns davon nicht beeinflussen lassen. Jetzt gilt es, gegen Mainz und danach gegen Schalke zu zeigen, dass wir uns weiter verbessern“, sagt Reus. Möglicherweise mit Reus. Der 22-Jährige steht nach seinem Zehbruch vor dem Comeback. Denn Marco Reus will nur spielen.
dapd



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