Wann verlässt Robert Lewandowski Borussia Dortmund? Wie der Münchner Merkur bereits exklusiv gemeldet hat , ist sich der BVB-Stürmer mit dem FC Bayern einig. Fraglich ist demnach vor allem der Zeitpunkt des Wechsels an die Isar. Dabei deutet immer mehr darauf hin, dass der Pole erst im Sommer 2014 den Klub verlässt. "Im Sommer werden wir weitersehen", sagt er der "Sport Bild": "Ich habe einen Vertrag bis 2014 - von daher ist es klar, dass ich mir auch sehr gut vorstellen kann, nächste Saison weiter beim BVB zu spielen."
Das deckt sich mit den Aussagen seines Beraters Cezary Kucharski vom vergangenen Wochenende im polnischen Fernsehen. Dort sagte er: "Robert hat seine Entscheidung getroffen. Er allein bestimmt den Zeitpunkt, wann er sie verkünden wird."
Dabei gab er zu bedenken, dass sein Schützling in keinem Verein länger als zwei Jahre gespielt hat. In Dortmund spielt er bereits in seiner dritten Saison. "Wer zwischen den Zeilen lesen kann, wird wissen, was das bedeutet", sagte Kucharski. Die BVB-Bosse, die schon seit einiger Zeit nicht mehr mit einer Vertragsverlängerung rechnen, werden ganz genau hingehört haben.
Für Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Manager Michael Zorc ist es ein riskantes Pokerspiel, denn im Sommer 2014 würde Lewandowski den Verein ablösefrei verlassen. Momentan schätzen ihn Experten auf rund 30 Millionen Euro Marktwert - viel Geld für den BVB, die so zum Handeln gezwungen werden.
Die Hintergründe des Geschachers
Wie die "Sport Bild" schreibt, geht das Geschachere um den Stürmer hinter den Kulissen bis ins Frühjahr 2012 zurück. Der damalige FC-Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger soll sich in einem Münchner Hotel mit den Lewandowski-Agenten angenähert haben. Auch das geforderte Gehalt von rund sieben Millionen Euro jährlich soll für den deutschen Rekordmeister kein Hinderungsgrund gewesen sein.
Die Reaktion der Dortmunder auf diese Avancen soll laut des Berichts eine interne Absprache gewesen sein, über Lewandowski gar nicht erst verhandeln zu wollen. Endgültig verschoben hat der FC Bayern den Wechsel dann offenbar nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea, wo auch Lewandowski-Berater Maik Barthel in der Allianz Arena war. Als Alternative holten die Münchner Mario Mandzukic und Claudio Pizarro. Nun deutet vieles daraufhin, dass sich der Deal bis Sommer 2014 verzögert.
Mario Gomez will sich jedenfalls nicht aus München verdrängen lassen. Einem besorgten Fan versprach der Stürmer laut des Magazins am Flughafen: "Ich bleibe auf jeden Fall in München."
kim

















