München - Der Transfer des Schweizer Ausnahmetalents Xherdan Shaqiri zum FC Bayern ist offenbar fast perfekt. Der mögliche Neuzugang war am Dienstagnachmittag bereits in München.

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Shaqiri ist schon beim Medizincheck
Beinahe wäre es gestern ganz am Ende noch zu einem gehörigen Bumms gekommen, doch nach einem kleinen Wendemanöver war die Sache bereinigt. Als Xherdan Shaqiri gerade vom Hof der Praxis von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt kutschiert wurde, musste sein Chauffeur in einem schmalen Torbogen noch mal zurücksetzen, um ein entgegenkommendes Polizeiauto passieren zu lassen.
Nicht nur den Fans. Auch den Experten. Und es gibt einige Stimmen, die sagen, Bayern hätte sich mit Shaqiri den besseren Marco Reus geholt. Der Gladbacher war an und für sich erste Wahl, als man einen Backup für Franck Ribery und Arjen Robben suchte. Allerdings ist der Schweizer von seiner Spielanlage die klügere Option. Reus entfaltet seine größte Stärke, wenn er Raum fürs Tempodribbling bekommt. Die Bayern aber sehen sich in der Regel massiven Abwehrreihen ausgesetzt. Shaqiris Spiel ist es, sich auf engem Raum in 1:1-Situationen durchzusetzen. Und das ist exakt das, was der Rekordmeister gebrauchen kann. Da fällt es auch nicht so sehr ins Gewicht, dass er in Sachen Torgefahr dem deutschen Nationalspieler hinterherhinkt.
In Shaqiris Heimat ist man fest davon überzeugt, dass das Juwel beim FC Bayern glänzen wird. „Er ist auch vom Charakter her ein super Typ“, sagt Ciriaco Sforza, der ebenfalls einmal für die Münchner gekickt hat. „Er darf nur nicht in Ehrfurcht vor großen Namen erstarren. Aber mit seinen Qualitäten kann er getrost in München antreten.“
Die Bayern müssen unterdessen heute Abend zum Pokal-Viertelfinal-Duell beim VfB Stuttgart antreten. „Wir sind ein bisschen unter Druck“, sagt Manuel Neuer. „Wir haben ein bisschen was gutzumachen.“ In Basel wird ab sofort ein neuer Fan Daumen drücken. Bis er ab Sommer selbst mitmischen darf.
von Andreas Werner



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