Freiburg - Bei den Bayern geht die Angst vor einer weiteren Saison ohne Meistertitel um. Während Christian Nerlinger auch den Trainer in die Pflicht nimmt, blickt der Kapitän bereits in die Zukunft.

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Ratlos wirkte Thomas Müller nach dem Remis gegen Freiburg
Das matte 0:0 bei Schlusslicht SC Freiburg machte allen Beteiligten deutlich, dass die nach den jüngsten Siegen überwunden geglaubte spielerische Krise beim selbst ernannten Favoriten noch nicht ausgestanden ist. “Spätestens jetzt schrillen die Alarmglocken. Wenn sich nicht ganz schnell ganz viele Dinge ändern, wird das eine enttäuschende Saison für den FC Bayern“, prophezeite Sportdirektor Christian Nerlinger nach dem blutleeren Auftritt des Rekordmeisters im Breisgau. “Das war eine Leistung, die nicht akzeptabel ist. Es wirkt, als wenn einige nicht verstanden hätten, worum es geht.“
Vielleicht, weil Arjen Robben wieder einmal zunächst nur auf der Ersatzbank Platz nehmen musste. Erst als der Niederländer zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, besserte sich das Spiel der Bayern. Robben hatte prompt die beste Chance zum Treffer des Tages, den jedoch der starke Freiburger Torwart Oliver Baumann verhinderte. “Ich bin enttäuscht. Wir müssen jetzt analysieren und dann wieder aufstehen“, sagte Robben, der nach einer Attacke von Jonathan Schmid vergeblich einen Elfmeter forderte (52.)..
Trainer Jupp Heynckes läuft mit seinem Verzicht auf den Niederländer in der Startelf Gefahr, das Betriebsklima nachhaltig zu stören. Seine Frustration versucht Robben nicht einmal zu verstecken. Als Holger Badstuber in Freiburg nach rund einer Stunde eine weite Flanke aus der Abwehr misslang, klatschte Robben höhnisch Beifall. Badstuber schüttelte nur den Kopf. “Das war heute nicht der FC Bayern, wie wir ihn uns vorstellen und wie wir uns präsentieren wollen“, sagte Nerlinger auch angesichts solcher Szenen.
Sportdirektor wie Kapitän befürchten bereits die Zuschauerrolle bei der Titelvergabe. “Das wird sonst ein Zweikampf zwischen Dortmund und Mönchengladbach“, meinte Nerlinger. “Wir haben es nicht mehr selbst in der Hand“, räumte Lahm ein. Die Bayern müssen auf Patzer der Konkurrenten hoffen. Der Trainer gibt sich indes weiter kämpferisch. “Die Meisterschaft wird am letzten Spieltag entschieden. Aber natürlich haben wir heute zwei Punkte verloren, was wir uns nicht leisten können“, sagte Heynckes.
dpa



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