Simon Müller, Bruder von Bayern-Star Thomas Müller, über den Kick seines TSV Pähl gegen Bayern, Fußball bei jedem Klima und Beinschüsse

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    • 25.08.11
    • FC Bayern
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„Unsere Keller-Duelle im Winter waren am heißesten“

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München – Simon Müller, Bruder von Bayern-Star Thomas Müller, spricht im Interview mit dem Münchner Merkur über den Kick seines TSV Pähl gegen Bayern, Fußball bei jedem Klima und Beinschüsse.

© fkn

Am Sonntag mal wieder Gegner – wie früher als Buben: Thomas (l.) und Simon Müller treffen in Penzberg aufeinander.

Das Spiel ist ausverkauft, alle 6000 Karten für die Gaudi-Partie zwischen dem FC Bayern und dem TSV Pähl am Sonntag in Penzberg (Anstoß 14 Uhr) fanden rasch Abnehmer. Der Erlös kommt dem Bau einer Turnhalle des Kreisklassisten zugute – als Danke für die Ausbildung von Thomas Müller. Beim TSV Pähl kickt Simon Müller, 19, Bruder des Nationalspielers. Ein Gespräch über die gemeinsame Kindheit – und über wegweisende SMS-Nachrichten vor den Spielen.

Herr Müller, haben Sie das Bayern-Spiel in Zürich diese Woche mit anderen Augen als sonst verfolgt?

Nein, warum?

Weil Sie am Sonntag ja selbst gegen die Bayern spielen – da schaut man doch extra genau, wer in Schuss ist und wer nicht.

(lacht) Ach so, nein, in der Hinsicht habe ich das Spiel nicht angeschaut. Sondern normal wie immer. Ich habe mich über den Sieg und die Vorlage von Thomas gefreut.

Welche Position spielen Sie denn bei Pähl? Wird es Sonntag zu einem direkten Bruder-Duell kommen?

Ich spiele bei uns momentan im offensiven Mittelfeld hinter unserer Spitze. Eigentlich identisch mit der Position von Thomas bei den Bayern. Da würde ich es wohl hauptsächlich mit einem der beiden Innenverteidiger zu tun bekommen. Allerdings werden uns die Bayern sicher ordentlich in unsere eigene Hälfte drängen, da kann es dann schon zu dem einen oder anderen direkten Duell zwischen Thomas und mir kommen.

Wie werden diese Aufeinandertreffen ablaufen?

Ich denke, Thomas wird versuchen, mir den einen oder anderen Tunnel zu verpassen. Beinschüsse waren schon früher immer seine Spezialität.

Hat er dann im Gegenzug eine Grätsche als Retourkutsche zu erwarten?

(lacht) Nein, nein, keine Sorge, wir verstehen uns sehr gut. Grätschen braucht er nicht zu fürchten. Es geht ja um einen guten Zweck und die Gaudi, da soll sich keiner verletzen.

Als Kinder soll es zwischen Ihnen beiden im heimischen Garten immer hoch hergegangen sein . . .

Stimmt, wir hatten einige heiße Duelle. Meistens war Thomas am Ende der Sieger.

Mussten die Eltern ab und zu dazwischengehen?

Klar, ab und zu schon, das ist ja logisch bei zwei jungen Kerlen. Aber es hielt sich bei uns immer im Rahmen.

Im heimischen Keller standen ebenfalls zwei kleine Tore – Fußball wurde im Hause Müller zu jeder Jahreszeit gespielt?

Stimmt, bei uns war Fußball bei jedem Klima angesagt. Da unten im Keller waren die Duelle sogar noch heißer. Der Raum war eng, meistens haben wir eins gegen eins gespielt, ab und zu kamen Kumpels von mir vorbei. Dann haben wir es zu zweit gegen Thomas versucht – hat aber leider auch nicht so richtig geklappt. Er war von klein auf richtig gut. Das eine oder andere Mal habe ich gegen ihn zwar gewonnen, aber richtig abgefertigt habe ich ihn nie.

Gab es da auch mal Frust beim kleinen Bruder?

Als kleiner Bub’ kann sowas klar mal frustrierend sein. Im Nachhinein gesehen ist es aber nur logisch, dass unsere Duelle so abgelaufen sind.

Wie verfolgen Sie denn Spiele Ihres Bruders?

In der Regel sitzt ein Großteil der Familie immer bei meinem Cousin vor dem Fernseher. Der hat einen Beamer und eine Leinwand. Das ist dann tatsächlich ziemlich so, wie sich das die meisten Leute vorstellen: Die ganze Familie fiebert mit, die meisten von uns im Trikot, ganz standesgemäß. Und alle hoffen, dass es Grund zum Jubeln gibt.

Und wird auch mal geschimpft und kritisiert – oder ist Thomas als Familienmitglied unantastbar?

Kritik gibt es natürlich auch, wenn Thomas mal Mist spielt.

Und wenn er ausgewechselt wird, wird der Fernseher ausgeschaltet?

(lacht) Nein, nein, wir schauen dann schon weiter zu. Wir sind ja alle Bayern-Fans.

Wie regelmäßig haben Sie denn Kontakt zu ihm?

Wir telefonieren mindestens einmal die Woche. Und vor jedem Spiel schicke ich Thomas eine SMS, in der ich ihm viel Glück wünsche. Manchmal schreib’ ich noch dazu, er soll ein Tor schießen.

Hält er sich da dran?

In der Regel schon. Es ist tatsächlich oft so, dass er immer dann trifft, wenn ich es ihm vorher geschrieben hatte.

Dann sollten Sie ihm das doch einfach vor jedem Spiel schreiben . . .

(grinst) Gute Idee, das sollte man eigentlich mal probieren. Andererseits: Dann wird es vielleicht ein bisserl viel. Er kommt ja auch so gut zurecht.

Was trauen Sie dem FC Bayern denn heuer zu?

Also, ich bin ja ein Dauer-Optimist. Es ist schon klar, dass kein Titel leicht hergeht, aber die Meisterschaft muss schon sein. Ich glaube auch fest an den Sieg im Pokal und in der Champions League.

Und wohin führt der Weg Ihres Bruders – mal bis zum FC Barcelona oder zu Real Madrid? Oder wird er dem FC Bayern auf immer und ewig treu bleiben?

Ich denke, dass Thomas immer bei Bayern bleiben wird. Was will er auch woanders? Es gibt einfach keinen besseren Verein als den FC Bayern.

Interview: Andreas Werner

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