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WM 2014: Brasilien will mit Umweltschutz punkten

WM 2014: Brasilien will mit Umweltschutz punkten

Rio de Janeiro - Die Fußball-WM 2014 in Brasilien wirft ihre Schatten voraus. Im Land des fünfmaligen Weltmeisters genießt der Umweltschutz eine ganz besondere Bedeutung.

Die WM 2014 soll grün werden: Mit Solarzellen, recyclebaren Stadionsitzen und Sprinkleranlagen gespeist aus Regenwasser plant Brasilien die umweltfreundlichste Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten. Die Unternehmen wollen beim Stadionbau die vom Weltverband FIFA ausgesprochenen Empfehlungen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beim größten Fußball-Event der Welt nicht nur einhalten, sondern auch übertreffen.

Sowohl bei den Neubauten als auch bei den Renovierungsarbeiten greifen die verantwortlichen Bauunternehmen auf eine nachhaltig umweltfreundliche Technik zurück. „Wir wollen nicht länger Bauarbeiten akzeptieren, die keine Rücksicht auf die Umweltverträglichkeit nehmen“, sagte Jose Roberto Bernasconi, Präsident der nationalen Architekten- und Ingenieurs-Kammer (SINAENCO).

Fußball-Samba am Zuckerhut - die Vorbereitungen auf die WM 2014 in Brasilien laufen

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Ein besonders gutes Beispiel dafür liefert die Renovierung des Governador-Magalhaes-Pinto-Stadions in Belo Horizonte. Bei dem Bauprojekt im Süden der Stadt erhofft man sich, ein offizielles Zertifikat der U.S. Green Building Council für umweltfreundliches Arbeiten zu erhalten. Die gemeinnützige Handelsorganisation setzt sich weltweit für nachhaltig errichtete Gebäude ein.

Bei der Modernisierung des Stadions, das im Jahr 1965 erbaut wurde, sollen 6000 Solarzellen auf das Stadiondach gesetzt werden. Die Einheiten können Strom für 1500 Haushalte produzieren. Die Kosten von etwa fünf Millionen Euro für die Installation der Anlage sollen in 25 Jahren wieder eingespielt sein.

Ein weiterer Clou der Nachhaltigkeit: Sämtliche Materialien, die aus dem Originalbau entfernt worden waren, fanden eine neue Nutzung. Den Beton nutzte man für andere Bauprojekte, die 50.000 Sitzschalen gingen an örtliche Schulen und Stadien. Sogar die 800. 000 Kubikmeter Erde fanden bei der Beseitigung von Bergbau-Schäden eine neue Verwendung.

Ende 2012 soll das Stadion, das derzeit zu 40 Prozent fertiggestellt ist, mit einer Kapazität von 64.000 Plätzen eröffnet werden. Neben dem Governador-Magalhaes-Pinto-Stadion werden in Brasilien derzeit elf weitere Stadien für das sportliche Großereignis aus dem Boden gestampft oder renoviert.

Sportminister Aldo Rebelo, der erst kürzlich den Posten des wegen Korruptionsverdachts zurückgetretenen Orlando Silva übernommen hatte, beteuerte unterdessen, dass sein Land die notwendigen Bauarbeiten planmäßig abschließen werde. Damit widersprach er den Befürchtungen von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter. Dieser hatte zuletzt bei der Tagung der FIFA-Exekutive in Tokio noch davor gewarnt, dass das brasilianische Organisationskomitee den eingeforderten Zeitplan nicht einhalten könne.

SID

Rubriklistenbild: © dpa

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