003.09.10|Fußball|Fußball|
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Baku - Berti Vogts räumt seinem Team aus Aserbaidschan im ersten Duell mit Deutschland in der EM-Qualifikation am Dienstag in Köln keine Siegchance ein.
“Dieses Spiel ist eine kostenlose Fortbildung - wunderbar. Dafür muss man normalerweise viel Geld zahlen“, sagte der Nationaltrainer von Aserbaidschan dem “Bonner “Generalanzeiger (Samstag). Der ehemalige deutsche Nationalcoach hofft, dass sich die Niederlage im Rahmen hält: “Mit einem 0:3 oder 0:4 wäre ich zufrieden.“
Nach Einschätzung von Vogts, der sein Team momentan im Europapark Rust auf die Partie gegen den WM-Dritten vorbereitet, mangelt es dem Fußball in Aserbaidschan noch an professionellen Strukturen. “Ich sehe mich weniger als Trainer, sondern als Entwicklungshelfer. Die Sportart Nummer 1 ist Schach. Dann kommt Ringen und dann Gewichtheben. Fußball ist eine Randsportart. Wir werden noch vier, fünf Jahre brauchen, um Anschluss ans europäische Mittelmaß zu finden. Mehr ist nicht möglich.“
Vogts ließ offen, wie lange er seinen Vertrag als Nationalcoach erfüllen will. “Wenn ich keine Lust mehr habe, ist er beendet. Es geht ja nicht ums Geldverdienen. Mein Traum wäre es, noch einmal in den USA oder in der Premier League zu arbeiten.“ Es sei aber nicht auszuschließen, dass er in fünf Jahren nicht mehr auf der Trainerbank sitze: “Kann sein, dass ich dann in Florida Golf spiele.“
dpa
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