FIFA macht Druck: WM 2014 muss stattfinden!

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL3Nwb3J0L2Z1c3NiYWxsL2ZpZmEtbWFjaHQtZHJ1Y2std20tMjAxNC1tdXNzLXN0YXR0ZmluZGVuLXpyLTI5NjkyOTkuaHRtbA==2969299FIFA macht Druck: WM 2014 muss stattfinden!0true
    • 22.06.13
    • Fußball
    • Drucken
"Es gibt keinen Plan B"

FIFA macht Druck: WM 2014 muss stattfinden!

    • recommendbutton_count100
    • 0

Rio de Janeiro - Die FIFA schlägt zurück: Nach der teilweise heftigen Kritik an der "Besatzungsmacht" gibt der Fußball-Weltverband den Druck der Straße an Behörden und Verbände in Brasilien weiter.

Valcke

© dpa

FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke

Der oberste Fußball-Herrscher gönnt sich eine Auszeit in der Türkei, doch sein Stellvertreter sprach nach Tagen des Zögerns am Brennpunkt Klartext. „Der Confed Cup findet in Brasilien statt, und die WM muss es auch. Es gibt keinen Plan B“, sagte Generalsekretär Jerome Valcke nach einem Treffen der FIFA mit dem brasilianischen Verband CBF im Copacabana Palace Hotel in Rio de Janeiro. Soll heißen: Die FIFA ist es leid, der Sündenbock zu sein. Den Druck der Straße sollen jetzt die brasilianischen (Sport-)Politiker zu spüren bekommen.

Er hoffe, sagte Valcke weiter über die Proteste, die sich seit Tagen auch gegen die Mega-Events Confed Cup, WM 2014 und Olympia in Rio 2016 richten, „das geht nicht bis nächstes Jahr so weiter. Brasilien muss dieses Problem lösen! Es ist kein Problem der FIFA. Wir sind das falsche Angriffsziel. Wir sind unverschuldet in dieses Durcheinander geraten und haben nichts verbrochen.“

Valcke ist nach der Abreise des Präsidenten Joseph S. Blatter im Moment der starke FIFA-Mann in Brasilien. Er bestätigte, dass die FIFA die Behörden gebeten habe, „dass die Sicherheit gewährleistet wird, damit wir den Confed Cup bis zum Ende duchführen können. Den Umfang der Sicherheitsmaßnahmen bestimmt aber die brasilianische Regierung.“ Laut Valcke wurden Maßnahmen für Objekte mit FIFA-Symbol wie Abholstellen für Tickets, Hotels oder Fahrzeuge verstärkt.

Fußball-Samba am Zuckerhut - die Vorbereitungen auf die WM 2014 in Brasilien

Die Vorfälle in Salvador da Bahia, wo zwei parkende Minibusse der FIFA mit Steinen beworfen worden waren und Demonstranten versucht hatten, das offizielle Hotel des Weltverbandes zu stürmen, nannte er „traurig“. In Salvador trafen am Samstag Brasilien und Italien zum „Endspiel“ um Platz eins in Gruppe A aufeinander. Dort wurden ebenso wie am zweiten Sonntags-Spielort in Belo Horizonte bei Japan-Mexiko große Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern erwartet.

Was die Leute umtreibt, formulierte Fußball-Idol Romario in einem von ihm selbst bei YouTube veröffentlichten Video. Der Weltmeister von 1994 und heutige Parlamentsabgeordnete bezeichnete die FIFA „als wahren Präsidenten des Landes“. Er spreche als Brasilianer, betonte der 47-Jährige - und griff den Weltverband scharf an. Der „kommt in unser Land und errichtet einen Staat im Staate. Sie kommen hierher, bauen den Zirkus auf, haben keine Auslagen und nehmen alles mit.“

Verrückt oder futuristisch? Die WM-Stadien in Katar

Seine Politiker-Kollegen ermahnte er, sie müssten „jetzt ein für allemal verstehen, dass die Tage des Betrügens, der Gaunereien, der Diebstähle, der Verlogenheiten und vor allem des fehlenden Respekts für das Volk vorbei sind“. Die in den Stadionbau investierten Gelder von 2,4 Milliarden Euro hätten ausgereicht für 8000 neue Schulen oder 39.000 Schulbusse oder 28.000 Sportfelder, rechnete er vor.

Das ist es auch, was viele Bürger wütend macht. Verantwortlich dafür machen sie die eigene Politik - und eben die FIFA. Die aber hält an ihrem Plan fest, trotz der schwierigen Sicherheitslage die Spiele weiterlaufen zu lassen - bis zum Endspiel der „Mini-WM“ am kommenden Sonntag im Maracana. „Weder die FIFA noch das Organisationskomitee haben je einen Abbruch des Confederations Cups in Erwägung gezogen“, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.

Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute

Gerüchte, wonach Italiens Delegation eine Abreise erwogen habe, dementierte zunächst die FIFA. Später am Freitag betonte auch Coach Cesare Prandelli: „Nein, darüber haben wir nicht nachgedacht, obwohl uns die Lage ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet.“

Die Azzurri wurden gebeten, ihr Teamhotel in Salvador nur zu den offiziellen Terminen Abschlusstraining und Spiel zu verlassen. Mario Balotelli hielt sich nicht daran und stolzierte mit Goldkettchen an der Strandpromenade entlang. „Er hatte eine Sondererlaubnis, weil man ihn mit den Leuten hier verwechseln könnte“, scherzte Prandelli. Ein Witz, über den die FIFA kaum gelacht haben dürfte.

SID

zurück zur Übersicht: Fußball

Kommentare

Kommentar verfassen

Ort des Geschehens

-22.9035393,-43.2095869

Karte wird geladen... Karte wird geladen - Downloadanzeige

Mehr Sport

Tolle Choreographie der FC Bayern-Fans

Tolle Choreo der Bayern-Fans

München - Vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg machten die FC Bayern-Anhänger mit einer schönen Choreographie auf sich aufmerksam.Mehr...

FC Bayern München führt gegen VfL Wolfsburg - Live-Ticker

Live-Ticker: Es müllert wieder!

München - Endlich rollt wieder der Ball! Der FC Bayern eröffnet die neue Bundesliga-Saison gegen den VfL Wolfsburg. Wie sich die Roten schlagen, erfahren Sie hier im Live-Ticker.Mehr...

TSV 1860 München rettet Unentschieden gegen Heidenheim

Hier vergibt Okotie den Löwen-Sieg

Heidenheim - Gegen den 1. FC Heidenheim wollte der TSV 1860 die ersten drei Punkte der Saison holen. Nach einer turbulenten Partie mussten sich die Löwen aber mit einem Unentschieden zufrieden geben.Mehr...

Nachrichten aus aller Welt

18-Jähriger stirbt nach Auseinandersetzung zwischen jungen Leuten

18-jähriger stirbt nach Schlägerei

Bad Neustadt/Saale - Eine Woche nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren jungen Leuten ist am Freitag ein 18-Jähriger gestorben.Mehr...

Bundestags-Sondersitzung zu Irak-Waffen am 1. September

Bundestag berät zu Irak-Waffen am 1. September

Berlin - Zu den geplanten Waffenlieferungen an die Kurden im Irak findet am 1. September eine Sondersitzung des Bundestags statt.Mehr...

Netanjahu kündigt nach Tod von vierjährigem Kind Vergeltung an

Netanjahu kündigt harte Vergeltung an

Tel Aviv - Nach dem Tod eines vierjährigen israelischen Kindes durch einen Granatenangriff aus dem Gazastreifen hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu harte Vergeltungsschläge angekündigt.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.