Unvergessene Torwart-Legenden

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    • 04.09.09
    • Fußball
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Unvergessene Torwart-Legenden

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    Er spielte nur für zwei Vereine, erreichte aber Großes: Vítor Baía. Mit dem FC Porto und dem FC Barcelona holte er 11 Meistertitel, 7 Pokalsiege, je einmal die Champions League, UEFA-Pokal, UEFA Supercup und den Weltpokal. Nebenbei spielte er noch 80x für Portugal. 1993 wurde er zum weltbesten Torhüter gewählt. © dpa

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    Kult in Frankreich, aber immer wieder für Aussetzer gut: Fabien Barthez zählte zu den besten Torhütern der Welt. Teamkollege Laurent Blanc küsste vor jedem gemeinsamen Spiel seine Glatze. Er spielte für den FC Toulouse, Olympique Marseille, den AS Monaco, Manchester United, Olympique Marseille und dem FC Nantes. Barthez absolvierte 87 Länderspiele für Frankreich. © dpa

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    Gianluigi Buffon, der Olli Kahn Italiens. Aus einer Sportlerfamilie stammend begann er seine Karriere beim AC Parma, wechselte dann für die Rekordablöse von 54,1 Millionen Euro zu Juventus Turin. Der 1978 geborene viermalige Welttorhüter des Jahres bestritt über 135 Länderspiele und steht wohl auch bei der WM 2014 im Tor des Weltmeisters von 2006 stehen. © dpa

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    Spaniens Kapitän Iker Casillas ist der Garant für Erfolg. Casillas wuchs in der Madrider Vorstadt Móstoles auf. Als Achtjähriger begann er in der Jugend von Real Madrid und debütierte am 12. September 1999 in der Primera División. Seither ist er der Garant für Erfolge, gekrönt durch die beiden EM-Titel 2008 und 2012 und den WM-Titel 2010. © dpa

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    Ein besonderer Fall ist der Mexikaner Jorge Campos in vielerlei Hinsicht. Nicht nur durch seine farbenfrohen Trikots, die er teilweise selbst entwarf, sondern auch wegen seiner für Torhüter extrem geringen Größe von 1,75 m war Campos bekannt. Bemerkenswert auch: Zeitweise spielte der 129-malige Nationalspieler im Sturm und erzielte 38 Tore. © dpa

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    Großer Torwart, große Verletzung, großes Comeback: Das ist Petr Cech. In einem Ligaspiel im Oktober 2006 zog er sich bei einem Zusammenstoß mit seinem Gegenspieler Stephen Hunt einen Schädelbasisbruch zu. Es wird Jahre dauern, bis der Schädelknochen vollständig verheilt ist. Čech spielt daher mit einem 80 Gramm schweren Helm aus Kunststoff, ähnlich einem Rugby-Helm, den er auch nach seiner Genesung anbehalten möchte. Der Helm wurde speziell für ihn in Neuseeland gefertigt. Cech ist Stammtorhüter des FC Chelsea und wurde 2005 zum Welttorhüter des Jahres gewählt. © dpa

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    Guter Torwart, guter Freistoß-Schütze: Der Paraguayer José Luis Chilavert, der dreimalige Welttorhüter des Jahres (1995, 1997, 1998), erzielte in seiner Karriere über 60 Tore per Freistoß und Elfmeter. In 74 Länderspielen traf er achtmal. © dpa

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    Oliver Kahn: Der wohl beste Torhüter aller Zeiten, vor dem wirklich jeder Stürmer Respekt hatte. Seine Erfolge sprechen für sich: Mehrfacher Deutscher Meister und Pokalsieger, Champions League und Weltpokalsieger, Vize-Weltmeister, dreimaliger Welttorhüter und fünfmaliger Torwart des Jahres in Europa. Der Titan spielte für den Karlsruher SC und den FC Bayern. Ein Angebot Manchester Uniteds schlug er jedoch aus. Menschliche Größe zeigte er bei der WM 2006, als er trotz Degradierung seinem Kontrahenten Jens Lehmann unterstützte. © dpa

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    Angelo Peruzzi hatte viel Pech in seiner Karriere, doch war stets auf ihn Verlass. Bei der EURO 96 noch Stammtorwart der Italiener, verpasste er die WM 98 verletzungsbedingt und verlor seinen Stammplatz an Gianluigi Buffon. Von 1999 bis 2004 spielte nicht mehr für die Squadra Azzurra, da er nicht als Nummer drei hinter Buffon und Toldo im Team sein wollte. Bei der WM 2006 war er als zweiter Mann wieder dabei - und wurde Weltmeister. © dpa

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    61 Spiele für Belgien, sechs Jahre Bayern-Torwart und 1987 Weltbester Torhüter - das ist Jean-Marie Pfaff. Nach seiner Teilnahme an der Fußball-WM 1982 wechselte er vom belgischen Club SK Beveren zum FC Bayern. Gleich in seinem ersten Bundesligaspiel sorgte er mit einem kuriosen Tor für eine Anekdote. Gegen Werder Bremen ließ er einen Einwurf des Bremer Stürmers Uwe Reinders durch die Hände ins Tor gleiten. Dennoch spielte er sechs erfolgreiche Jahre in München und wurde dreimal Deutscher Meister und zweimal DFB-Pokalsieger (1984 und 1986). © dpa

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    Kult nicht nur in Giesing: Petar Radenkovic war der wohl verrückteste und beste Keeper des TSV 1860. Mit ihm feierten die Löwen ihre bisher größten Erfolge: 1964 DFB-Pokalsieger, 1965 Endspielteilnahme am Europapokal der Pokalsieger und 1966 Deutscher Meister. Nach dem Abstieg des TSV 1860 München aus der Bundesliga beendete Radenković 1970 nach 215 Bundesligaspielen seine Fußballkarriere. Radenković war seiner Zeit weit voraus: Er nahm bereits Mitte der 1960er Jahre Schallplatten auf („Bin i Radi, bin i König“) und begeisterte das Publikum mit den damals noch völlig unüblichen weiten Ausflügen aus dem Strafraum. © dpa

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    In seinen 392 Spielen für Manchester United blieb der Däne Peter Schmeichel 177 mal ohne Gegentor - überragend! 1999 holte er mit ManU in Barcelona gegen die Bayern die Champions League und absolvierte zwischen 1987 und 2001 129 Länderspiele. Dabei erzielte er soga ein Tor - per Elfmeter. © dpa

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    Er heißt Harald Anton Schumacher - doch jeder kennt ihn nur als Toni. Mit dem DFB-Team wurde er 1980 Europameister. Bei den Weltmeisterschaften 1982 und 1986 wurde er Vize-Weltmeister. 1986 wurde er zum besten Torhüter des Turniers gewählt. In negativer Erinnerung bleibt sein Zusammenprall 1982 im WM-Halbfinalspiel Deutschland-Frankreich mit dem angreifenden Patrick Battiston, der schwer verletzt vom Platz getragen werden musste. Battiston verlor zwei Zähne und erlitt einen Wirbelbruch. © dpa

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    David Seaman gilt als einer der besten Torhüter Englands aller Zeiten - was allerdings nicht viel bedeutet. Zweifelhafte Berühmtheit erlangte Seaman durch unglückliche Gegentore und ungeschicktes Abwehrverhalten. Unvergessen bleibt Ronaldinhos Tor im Viertelfinale der WM 2002 gegen Brasilien (2:1), als er den viel zu weit vor seinem Tor stehenden David Seaman mit einem direkten Freistoß aus großer Distanz zum 2:1-Endstand überlistete © dpa

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    Die „Katze von Anzing“, so der Spitzname Sepp Maiers, spielte ausschließlich für den FC Bayern, wurde mehrmals Deutscher Meister und war mitverantwortlich für den WM-Titel 1974 in München. Dreimal wurde Sepp Maier zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt (1975, 1977, 1978). 1978 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Er wurde als „Deutschlands Torhüter des Jahrhunderts“ ausgezeichnet. Nach einem von ihm verschuldeten Autounfall am 14. Juli 1979, bei dem er schwer verletzt wurde, beendete er seine Karriere auf Rat seiner Ärzte. © dpa

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    Claudio Taffarel war einer der wenigen brasilianischen Torhüter mit Weltformat. 1987 bis 1998 bestritt Taffarel 101 Länderspiele für die Selecao und wurde 1994 Weltmeister. Nach dem verlorenen WM-Finale 98 beendete er seine Karriere in der Nationalmannschaft, gewann aber mit Galatasaray 2000 den UEFA-Cup. Er beendete seine Karriere beim AC Parma 2003. © dpa

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    „Turek, du bist ein Teufelskerl! Turek, du bist ein Fußballgott!“, so hörten es die Fans in der unvergesslichen Hörfunkreportage Herbert Zimmermanns vom WM-Finale von 1954. Er bestritt nur 20 Länderspiele, hatte aber großen Anteil am „Wunder von Bern“. Nach seiner Torwartkarriere arbeitete Turek als Angestellter bei der Düsseldorfer Rheinbahn AG. 1973 erkrankte er an einer rätselhaften Lähmung der Beine, gegen die er mit eisernem Willen ankämpfte. Er starb 1984 im Alter von 65 Jahren nach einer Herzkrankheit und einem Schlaganfall. © dpa

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    Einen Rekord, wohl für die Ewigkeit, stellte Edwin van der Sar im Sommer 2008 auf. Nach 13 Jahren (1995 mit Ajax Amsterdam) gewann er mit Manchester United zum zweiten mal die Champions League. Von Ajax ging es erst zu Juventus Turin, dann nach England zum FC Fulham, bis 2011 stand er bei ManU unter Vertrag und beendete anschließend seine Karriere. Van der Sar ist mit 130 Einsätzen Rekordnationalspieler der niederländischen Nationalmannschaft. © dpa

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    Italiens Torwart-Legende Dino Zoff. Für die Squadra Azzurra bestritt er 112 Länderspiele. Im Jahr 1982 krönte er seine 22-jährige Profilaufbahn als 40-Jähriger mit dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien. Zoff ist bis heute der älteste Fußballspieler, der Weltmeister wurde. Bereits 1968 gewann Zoff die Europameisterschaft im eigenen Land. © dpa

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    Andoni Zubizarreta Urreta  ist Rekordnationalspieler Spaniens (126 Einsätze) und zusätzlich mit seinen 622 Einsätzen Rekordspieler der spanischen Liga. Wegen seines Arbeitseifers und seiner starken Führungspersönlichkeit wurde er auch El Centurión (dt. Der Centurio) genannt. © dpa

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    Rogerio Ceni ist der erste Profi-Torhüter weltweit, dem in Pflichtspielen 100 Tore gelangen. Besonders gefürchtet ist der Keeper des FC Sao Paolo für seine Freistöße. © dpa

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